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Wölfe mit dem Rücken zur Wand

Basketball-Bundesliga: Phantoms am Sonnabend (19.30 Uhr) zu Gast beim Mitteldeutschen BC.

Von Christoph Matthies, 08.12.2010.

Braunschweig. Der richtige Gegner zur richtigen Zeit: Im Heimspiel gegen Alba Berlin am vergangenen Sonnabend benötigten die Bundesliga-Basketballer der New Yorker Phantoms keine besondere Motivationshilfe. Der Name der Millionentruppe aus der Hauptstadt schien auszureichen, um zu Höchstleistung anzuspornen und die Gäste – nach einem langen Eurocup-Trip unter der Woche zugegebenermaßen geschwächt – mit 95:87 nach Hause zu schicken. Bereits zum dritten Mal hintereinander konnte der Spitzenklub von der Spree in Braunschweig nicht gewinnen – keine andere Mannschaft der BBL hat in den vergangenen drei Jahren eine derart gute Heimbilanz gegen die Albatrosse.

„Das war offensiv wahrscheinlich unser bestes Spiel“, wusste Phantoms-Headcoach Sebastian Machowski nach Spielende, dass seine Schützlinge die Begegnung nicht mit herausragender Verteidigung gewonnen hatte. Stattdessen kontrollierten die Phantoms-Aufbauspieler Kevin Hamilton und Tony Skinn das Tempo und setzten ihre Mannschaftskameraden in Korbnähe immer wieder gut in Szene. Zudem fanden sieben von 16 Dreipunktewürfe das gegnerische Netz. Das Ergebnis: Eine hervorragende Feldwurfquote von 66 Prozent, mit der es fast schwierig sein dürfte, ein Basketballspiel zu verlieren.
Verglichen mit Berlin ist der nächste Gegner der Phantoms (Sonnabend, 19.30 Uhr in der Stadthalle Weißenfels) mit einem Gesamtetat von gerade einmal 1,3 Millionen Euro ein echtes Leichtgewicht. In seiner zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg kämpft der Mitteldeutsche BC gegen den Abstieg, nur drei Siege stehen nach elf Begegnungen zubuche. Niederlagen wie vor drei Wochen bei Liga-Schlusslicht Düsseldorf oder die herbe 52:83-Packung am vergangenen Sonnabend in Frankfurt zehren am Selbstvertrauen der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt. Zudem entließ der Verein in der vergangenen Woche aufgrund sportlicher Differenzen seinen Topscorer Jerome Tillman. Der aus Ludwigsburg und Quakenbrück bekannte Comboguard Ronald Ross ist dagegen neu im Team von Headcoach Björn Harmsen.
Die „Wölfe“ sind also angeschlagen, stehen mit dem Rücken zur Wand. Auf die leichte Schulter darf man sie allerdings trotzdem nicht nehmen – was sonst passiert, erlebten die Phantoms vor nicht einmal zwei Wochen in Tübingen schmerzhaft.
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