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Wölfe mit dem Rücken zur Wand

Szene aus dem Hinspiel: Tim Abromaitis wirft über MBC-Forward Christian Standhardinger, der beim 97:83-Erfolg seines Teams 25 Punkte erzielte. Foto: Thomas Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Am heutigen Samstag (18.30 Uhr) spielen die Löwen in Weißenfels.

Von Christoph Matthies, 07.02.2015.

Braunschweig. Die Basketballer des Mitteldeutschen BC sind derzeit so etwas wie die „Anti-Löwen“. Während die Braunschweiger ihre schon fünf Spiele dauernde Siegesserie fortsetzen wollen, steckt der Klub aus Sachsen-Anhalt in einer tiefen Krise. Am heutigen Samstag (18.30 Uhr) treffen hungrige Löwen und verwundete Wölfe in der Stadthalle Weißenfels aufeinander.

Zu Saisonbeginn galt der MBC noch als das große Überraschungsteam, sieben Siege nach neun Partien weckten Playoff-Hoffnungen bei Fans und Mannschaft. Davon spricht in der 40 000-Einwohner-Stadt im Burgenlandkreis derzeit allerdings keiner mehr. Nach zehn Pleiten in Serie sind die Mannen um Trainer Silvano Poropat auf Tabellenplatz 14 abgerutscht. Pünktlich vor der Heimpartie am Samstag haben die Wölfe nun die „Attacke Klassenerhalt!“ ausgerufen. Auch Löwen-Headcoach Raoul Korner ist sich der Tatsache bewusst, dass die angeschlagenen Wölfe nicht zu unterschätzen sind: „Ein Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, ist besonders gefährlich. Und gegen den MBC haben wir, seit ich hier bin, noch nicht gewonnen“, erinnert der Wiener Basketballlehrer daran, dass die Mitteldeutschen durchaus so etwas wie der Angstgegner der Löwen sind.

Tatsächlich konnten die Braunschweiger seit dem Wiederaufstieg des MBC im Sommer 2012 noch nicht gegen die Sachsen-Anhaltiner gewinnen, alle fünf Pflichtspiele gingen seitdem an die Wölfe – eine Serie, die heute im „Wolfsbau“ zu Weißenfels ein Ende finden soll.

Das Hinspiel im Oktober (83:97) haben die Löwen noch in trauriger Erinnerung, nach zweifacher Verlängerung verloren Kyle Visser und Co. in der Volkswagenhalle. Die Heldentaten von Dru Joyce, der in den letzten 25 Sekunden der regulären Spielzeit fünf Punkte erzielte, wurden am Ende nicht belohnt.

Personell haben die angeschlagenen Wölfe am Mittwoch noch einmal nachgelegt. Mit Mark Dorris soll ein US-Shooting-Guard mit Bundesliga-Erfahrung (Ludwigsburg, Hagen) den Verein aus der Krise schießen. Topscorer der Weißenfelser mit 13,4 Punkten ist mit Patrick Richard ebenfalls ein US-Flügelspieler.
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