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Wölfe liegen fünf Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz

Jubelt über sein Tor zum 3:0 gegen den FC Ingolstadt: Wolfsburgs Mario Gomez. Foto: regios24/Sebastian Priebe

1. Fußball-Bundesliga: VfL gewinnt 3:0 gegen den FC Ingolstadt – Erst ein Eigentor der Gäste bricht den Bann – Samstag zu Hertha BSC.

Von Julian Jander, 18.04.2017.

Wolfsburg. Der Sieg war überlebenswichtig und ein Eigentor musste herhalten, um den Bann zu brechen. Es passte zu diesem Spiel im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Ingolstadt. Ein Spiel, in dem beide Mannschaften fehlerbehaftet, ungenau und bisweilen auch ängstlich agierten.

Unterm Strich stand dennoch ein 3:0 (1:0)-Sieg der „Wölfe“, der allerdings zu hoch ausgefallen ist. Wie notwendig die drei Punkte für den VfL sind, das zeigt schon ein Blick auf die Tabelle. Der Abstand auf den Relegationsrang beträgt weiterhin nur einen Zähler für die Wolfsburger, da fast alle Konkurrenten im Abstiegskampf ebenfalls gewannen, ausgenommen der Hamburger SV und eben Ingolstadt. Nun liegen immerhin fünf Punkte zwischen dem VfL und dem ersten direkten Abstiegsplatz.

Die Leistung der Jonker-Elf am Ostersamstag vor knapp 27 000 Zuschauern spiegelt sich allerdings nicht im deutlichen Ergebnis wider. Lange Zeit war die Partie eine zähe Angelegenheit, vor allem im Passspiel agierte Wolfsburg zu ungenau. Für das erlösende 1:0 sorgte kurz vor der Pause Ingolstadts Markus Suttner unfreiwillig mit einem Eigentor. Und auch dem 2:0 durch Yunus Malli (68.) ging ein grober Patzer der Ingolstädter Defensive zuvor, von dem Vorbereiter Maximilian Arnold profitierte. Erst beim 3:0, das Torjäger Mario Gomez nach Flanke von Yannick Gerhardt erzielte, wirkten die Wolfsburger spielerisch gelöster.

Auch VfL-Trainer Andries Jonker war nicht wirklich angetan von der Leistung seiner Mannschaft: „In der ersten Halbzeit war das schlechter Fußball von beiden Seiten.“ So habe er zur Pause gefordert, dass seine Spieler mit „weniger Hektik“ den Ball „mehr von Grün zu Grün“ spielen – eine Aussage, die Bände spricht. Mut macht Jonkers Herangehensweise im Abstiegskampf. „Wir sind ruhig. Ab Tag eins habe ich gespürt, dass alle wissen, worum es geht.“ Er fordere von seinen Spielern immer wieder, den Kopf zu benutzen. Spiele im Abstiegskampf werden eben auch mental entschieden.

Die nächste Aufgabe wartet nun am Samstag in der Hauptstadt: Es geht zu Hertha BSC. Vor allem im eigenen Stadion ist diese Mannschaft in dieser Saison eine Macht. Aber das zählt in der jetzigen Situation nicht. Die Grün-Weißen müssen punkten. Am besten gleich am Wochenende, denn im nächsten Heimspiel kommt der designierte Deutsche Meister, der FC Bayern München in die Volkswagen-Arena.
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