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Wo sind die Führungsspieler?

Basketballer am Sonnabend bei Aufsteiger MBC – Partie wird live im Sportfernsehen übertragen.

Von Sebastian Walther, 02.12.2009.

Braunschweig. Am Wochenende geht es für die New Yorker Phantoms zum starken Bundesliga-Neuling Weißenfels. Hier treffen sie auch auf zwei ehemalige Braunschweiger.

Nach neun Spieltagen ist bei Braunschweigs Basketballern jene Situation eingetreten, die sie vor der Saison immer wieder zitiert haben: Man habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und vor allem erfahrene Spieler geholt, die eine Mannschaft auch führen können, die in kritischen Situationen das Spiel in die Hand nehmen.
Noch liegt das Team mit sechs Siegen und drei Niederlagen im Soll, doch in den vergangenen drei Spielen, zwei davon gingen verloren, präsentierten sich die Phantoms erstmals konturlos und schon gar nicht mehr ähnlich furios wie zu Saisonbeginn. Im jüngsten Heimspiel gegen Bonn erwischte Nationalspieler Schaffartzik einen schwachen Tag, aber auch seine Kollegen Michael Hicks oder Jason Cain blieben hinter ihren Möglichkeiten. Kevin Hamilton lieferte immerhin sieben Assists, aber der schmächtige US-Amerikaner ist eben nicht der Typ für die lauten Töne.
Was auffiel war, dass zu selten einer der Braunschweiger Akteure die Führung an sich riss, vielleicht auch mal lautstark Unterstützung der Kollegen einforderte. Dabei bietet der Kader mit Nate Fox, Yassin Idbihi oder Tomasz Cielebak ausreichend erfahrene Kandidaten, von den beiden Spielmachern und Kapitän Nils Mittmann ganz zu schweigen.
Letzterer blieb gegen Bonn ganz ohne Spielzeit, das war vor allem dem Einsatz von John Allen geschuldet. Der Rückkehrer lieferte nach langer Verletzung eine ordentliche Leistung ab und ist in naher Zukunft sicher einer der Kandidaten, wenn es im Braunschweiger Spiel mal wieder an Führungsstärke krankt.
Ein Wiedersehen gibt es am Sonnabend (Anpfiff 19.55 Uhr) mit Nikita Khartchenkov. Der Deutsch-Russe und ehemalige Doppellizenser bei den Phantoms war die erste Neuverpflichtung des MBC nach dem Aufstieg. Sein Trainer Björn Harmsen hält große Stücke auf den schlaksigen 2,01-Meter-Mann. Entsprechend viel Spielzeit bekommt der Distanzschütze bisher und zahlt diese mit durchschnittlich 9,3 Punkte pro Partie auch zurück.
Ein anderer ehemaliger Braunschweiger verfolgt die im DSF übertragene Begegnung von der Bank der Gastgeber aus. Peter Fehse kehrte nach sechs Jahren zurück nach Sachsen-Anhalt. Der 26-Jährige gilt als das ewige Talent des deutschen Basketballs, nach seinem gescheiterten NBA-Engagement und den zahlreichen anschließenden Verletzungen. Aktuell befindet sich Fehse in der Reha und soll bis Jahresende ins Training einsteigen.
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