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„Wir wollen im Angriff einen oder zwei Spieler verpflichten“

Engagierter Trainer an der Seitenlinie: Eintrachts Torsten Lieberknecht. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Teil 1 des Interviews mit Torsten Lieberknecht – Teil 2 am 2. Januar.

Von Elmar von Cramon, 23.12.2015.

Braunschweig. Mit 29 Zählern beenden Eintrachts Zweitliga-Fußballer das Kalenderjahr auf Tabellenplatz fünf und überwintern mit Tuchfühlung nach oben. Außerdem wurde das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht, sodass 2015 für die Löwen ein durchaus erfolgreiches Jahr war. Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht blickt im ersten Teil des nB-Interviews auf die abgelaufene Hinserie zurück, erläutert die Personalplanungen für die Winterpause und nennt seinen persönlichen Schlüsselmoment der Hinserie.

?Herr Lieberknecht, wie fällt Ihre Bilanz zum Ende des Kalenderjahres 2015 aus?

!Nach einem großen Umbruch im Sommer haben wir wesentliche Punkte unserer Analyse der Vorsaison adressiert. Die Anzahl der Gegentreffer wurde reduziert, auch in Sachen Torverhältnis stehen wir ebenso sehr gut da. Das gleiche gilt für den Tabellenstand und das Erreichen des Achtelfinales im DFB-Pokal. Sicherlich herrschen ein Stück weit auch gemischte Gefühle vor: Wir hätten durchaus ein paar Punkte mehr auf dem Konto haben können, aber das sagt sich jeder Verein. Sehr zufrieden bin ich mit der Entwicklung der Mannschaft in taktischer Hinsicht; vor allem in den letzten Wochen haben wir uns nach verletzungsbedingten Ausfällen sehr variabel präsentiert.

?Wie haben Sie die Entwicklung in der 2. Liga insgesamt gesehen?

!An der Tabellenspitze läuft es für mich wie erwartet. Leipzig und Freiburg oben zu sehen, ist deshalb keine Überraschung für mich. Das hat einerseits mit dem erheblichen finanziellen Aufwand beider Clubs zu tun, andererseits auch mit der „Idee“, wie man die Herausforderungen dieser 2. Liga dort angeht. Das Beispiel des SV Sandhausen beweist hingegen, dass eine eingespielte Mannschaft ebenfalls ein Erfolgsgarant sein kann. Überraschend ist, dass ambitionierte Teams wie Fortuna Düsseldorf oder der SC Paderborn, die ebenfalls oben mitmischen wollten, nun im Abstiegskampf stecken.

?Gab es seit dem ersten Spieltag ein Ereignis, das Sie als „Schlüsselmoment“ der bisherigen Saison wahrgenommen haben?

!Was wir aktuell beim 2:3 in Stuttgart erlebt haben, wird uns auf Dauer weiterbringen. Meine Jungs haben die Gewissheit gespürt, ein Weiterkommen verdient gehabt zu haben, leider hatte jemand etwas dagegen. Auch wenn der Moment der Niederlage sehr weh getan hat, wird uns die Erfahrung als Mannschaft ganz sicher helfen.

?Wird es im Winter Neuzugänge geben?

!Wir wollen im Angriff einen, vielleicht sogar zwei Spieler verpflichten. Hintergrund ist die Verletzungsanfälligkeit von Emil Berggreen und die Tatsache, dass Mads Hvilsom größere Anpassungsprobleme als erwartet hatte. Zudem besitzt Orhan Ademi einen schweren Stand, gegen den er allerdings erfolgreich ankämpft, wie man in den letzten Spielen vor der Winterpause gesehen hat. Darüber hinaus denken wir noch über die Verpflichtung eines groß gewachsenen, talentierten Innenverteidigers nach.

?Der Abstand zum dritten Platz ist überschaubar. Was kann in dieser Saison noch erreicht werden?

!In Anbetracht der Tatsache, dass die ersten beiden Plätze wohl vergeben sind, macht es Sinn, sich auf den Relegationsrang zu fokussieren. Sollte es möglich sein, wollen wir diesen natürlich erreichen.

?Wie verbringen Sie die Zeit zwischen den Festtagen?

!Ganz normal zu Hause mit meiner Familie. Ich freue mich auf ein paar ruhige Tage.
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