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„Wir werden viel Positives mitnehmen“

Die Blau-Gelben müssen nach nur einer Saison wieder die 1. Fußball-Bundesliga verlassen. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Zum Abschluss der Erstligasaison spricht Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold zur kommenden Saison.

Von Elmar von Cramon, 13.05.2014.

Braunschweig. Zum Abschluss der Erstligasaison sprach die nB mit Eintrachts sportlichem Leiter Marc Arnold. Der 43-Jährige blickt auf die vergangene Spielzeit zurück, äußert sich zu den Perspektiven für die nächste Saison und zum Stand der Kaderplanung.

?Wie sehen Sie das Saisonfinale und den danach feststehenden Abstieg mit ein paar Tagen Distanz?

!Es fühlt sich nicht gut an, auch wenn es sich am Ende andeutete, dass es in diese Richtung geht. Außergewöhnlich ist, was uns die Fans nach dem Spiel an Unterstützung mit auf den Weg in die Pause und die neue Saison gegeben haben. Wir werden trotz des Abstiegs viel Positives mitnehmen und dürfen nicht vergessen, wo wir hergekommen sind.

?Mitte der Hinrunde erwähnten Sie den schwachen Saisonstart als schwere Hypothek im Kampf um den Klassenerhalt. Ist dieser letztlich durch das schwache Saison-
finish verspielt worden?

!Nach dem Derby gegen Hannover hat es einen Spannungsabfall gegeben. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir die Saison und die Dinge, an denen es gelegen hat, analysieren. Vielleicht war es ganz einfach der Umstand, dass es extrem schwer ist, diese Spannung über die gesamte Distanz der Saison immer wieder aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Die Negativserien zu Beginn und am Ende der Saison haben uns in der Endabrechnung sicherlich den Klassenerhalt gekostet.

?Der Erstligaaufstieg war im vergangenen Jahr relativ überraschend gelungen, was nehmen Mannschaft und Verein aus der Spielzeit in der Eliteklasse mit?

!Es gibt eine ganze Menge an Positivem. Viele unserer Jungs haben vor drei Jahren noch in der 3. Liga gespielt und nun 25 oder 30 Bundesligaspiele in ihrer Vita stehen. Den Erstligaaufstieg hätten sie wahrscheinlich mit keinem anderen Verein geschafft und nehmen diesen großen Erfahrungsschatz mit in die kommende Spielzeit. Daneben gab uns die Bundesligasaison die Möglichkeit, organisatorische Dinge und Abläufe zu perfektionieren. Ein ganz wichtiger Punkt sind die infrastrukturellen Maßnahmen: Der Ausbau von Stadion, Geschäftsstelle und nicht zuletzt des Nachwuchsleistungszentrums konnten deutlich schneller vorangetrieben werden. Die Zeit in der 1. Liga hat den Verein in jeglicher Hinsicht sehr weit nach vorne gebracht und auf ein solides Fundament gestellt.

?Mannschaften wie der SC Freiburg und Mainz 05, an deren Werdegang sich Eintracht vor der Saison orientieren wollte, stiegen ebenfalls aus der Bundesliga ab, um einige Jahre später umso stärker zurückzukehren. Bietet ein Abstieg auch Chancen, Dinge neu auszurichten?

!Das werden die nächsten Jahre zeigen. Fakt ist, dass wir uns im Leistungsfußball befinden, unsere Ergebnisse nicht gestimmt haben und wir deshalb abgestiegen sind. Wichtig ist, was wir dadurch für die Zukunft lernen und die vor uns stehenden Herausforderungen angehen. Klar ist, dass wir als Erstligaabsteiger anders wahrgenommen werden als vor dem Aufstieg. Das beinhaltet wahrscheinlich auch, dass man uns in eine Favoritenrolle drängen wird, obwohl wir den sofortigen Wiederaufstieg gewiss nicht als Saisonziel formulieren werden.

?Domi Kumbelas Vertrag galt nur für die 1. Liga, Ermin Bicakcic dürfte spätestens nach der WM Begehrlichkeiten wecken und auch Havard Nielsen spielte sich in den Fokus anderer Klubs. Wie ist der aktuelle Stand dieser Personalien?

!Mit Domi werden wir uns demnächst zusammensetzen, Ermin besitzt noch ein Jahr einen Vertrag bei uns. Interessenten haben sich bei mir aber noch nicht gemeldet. Dass es nach dem Abstieg Wechselgerüchte geben wird, war mir klar. Havard ist noch ein Jahr aus Salzburg ausgeliehen und wird in der nächsten Saison für uns auflaufen.
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