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„Wir waren zu weich“: Löwen fallen vorerst aus den Playoffs

Aufbauspieler Dru Joyce war gegen Alba Berlin mit zwölf Punkten Topscorer der Löwen. Seinem Wurfhändchen konnte der flinke Guard allerdings nur im dritten Viertel vertrauen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Durch die Niederlage gegen Alba rutscht Braunschweig auf Rang elf ab.

Von Christoph Matthies, 04.03.2015.

Braunschweig. Die ersten zwanzig Minuten verschlafen, nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt, am Ende aber ohne die nötige Ruhe und Cleverness. So lässt sich die unnötige 64:71-Heimniederlage der Basketball-Löwen gegen Alba Berlin am Sonntag zusammenfassen. „Wir haben uns unser Grab in der ersten Halbzeit geschaufelt“, urteilte Headcoach Raoul Korner.

Der Österreicher machte aus seiner großen Enttäuschung nach der Partie keinen Hehl – da fiel dann auch schon mal der eine oder andere Kraftausdruck, der mit „Wiener Schmäh“ wohl nur unzureichend beschrieben wäre. Denn die Begegnung vor 4272 Zuschauern in der VW-Halle bestätigte eigentlich, was sich vorher angedeutet hatte: Ohne ihren Trainer Sasa Obradovic und drei fehlende Stammspieler waren die Berliner, die zudem eine Europokalreise in den Knochen hatten, so schwach wie selten.

Dass es mit dem Heimsieg gegen den wankenden achtmaligen Deutschen Meister nicht klappte, hatte mit dem Energie- und Härtelevel der Braunschweiger zu tun. „Wir waren zu weich“, sagte Korner auch hinsichtlich der 27 Dreier seines Teams – ein sehr hoher Wert für die Löwen, die auch nur sieben davon trafen.

Sein erstes schwaches Spiel des Jahres lieferte zudem Tim Abromaitis ab (zehn Punkte, 3/13 Feldwürfe). Im Januar und Februar hatte der Amerikaner in sieben Partien mit durchschnittlich 19 Punkten und 7,4 Rebounds sowie einer Dreierquote von 44 Prozent MVP-Werte abgeliefert. Sollte der 25-Jährige dieses Niveau in den zehn ausstehenden Spielen wiederfinden, dürfte es für die Löwen schwer werden, den Vertrag des wurfstarken Forwards zu verlängern. „Es ist das ewige Los, dass ein Spieler nicht zu halten ist, wenn er entsprechend agiert“, ist Sportdirektor Korner realistisch, „aber es gibt auch noch andere Argumente als Geld.“ Abromaitis hatte zuletzt betont, wie gut es ihm an der Oker gefällt.

Ein starkes Argument für ein weiteres Jahr in Braunschweig dürfte auch ein Erreichen der Playoffs sein. Mit elf Siegen stehen die Löwen auf Rang elf, der Tabellenachte Ludwigsburg konnte einen Sieg mehr erringen.
Das spannende Rennen um die erste Playoff-Teilnahme seit drei Jahren geht am Samstag (18.30 Uhr) in Quakenbrück in die nächste Runde.
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