Anzeige

„Wir waren aggressiv und fokussiert“

Erzielte das 3:1 gegen Union Berlin: Eintrachts Domi Kumbela. Foto: imago

Fußball: Eintracht stößt mit Sieg gegen Union Tür zur 1. Liga noch ein Stück weiter auf.

Von Elmar von Cramon, 09.05.2017.

Braunschweig. Mit dem begeisternden 3:1-Erfolg über Union Berlin haben die Zweitliga-Fußballer von Eintracht Braunschweig ihre Aufstiegsambitionen untermauert und die Hauptstädter wohl endgültig aus dem Rennen um die Plätze an der Sonne gekegelt. Außerdem wurde Platz zwei aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Hannover zurückerobert.
Das letzte Auswärtsspiel am Sonntag in Bielefeld verspricht derweil Hochspannung: Die Ostwestfalen stecken tief im Abstiegskampf und zeitgleich treffen Eintrachts Erzrivale Hannover 96 und der VfB Stuttgart aufeinander.

Im letzten Montagabendspiel dieser Saison hatte die Löwen erneut Nervenstärke bewiesen und die Vorlage der Konkurrenten mit einem Sieg beantwortet. „Das hat der Mannschaft wohl die nötige Nervenstärke gebracht, weil wir die entsprechenden Erfolgserlebnisse verbuchen konnten. Fußball ist Kopfsache, Selbstvertrauen entsteht aus guten Leistungen und Siegen“, erklärte Marc Arnold.
Schon früh hatte Ken Reichel einmal mehr den Unterschied gemacht und nach einem zu kurz abgewehrten Ball seinen gefürchteten „Hammer“ zur frühen Führung ausgepackt (6.). Danach spielten die Löwen wie ein Aufsteiger. Zwar konnte Union viel mehr Ballbesitz für sich verbuchen, Eintracht jedoch immer wieder die entscheidenden Ballgewinne: Schnell vorgetragene offensive Nadelstiche behinderten das Aufbauspiel der Hauptstädter nachhaltig, die so zunehmend nervöser wurden und sich einfachste Ballverluste erlaubten.
„Wie die Mannschaft ins Spiel gegangen ist, war Wahnsinn. Union hat es nicht geschafft, in die entscheidenden Räume vorzustoßen, weil wir aggressiv und fokussiert waren“, lobte der sportliche Leiter der Löwen, der den verletzungsbedingten Ausfall von Max Sauer zur Pause bedauerte: „Max hat ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Sauer hat sich eine Bandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Dies hat eine MRT-Untersuchung am Dienstag ergeben, erklärte Eintracht. Es ist derzeit noch nicht absehbar, wie lange der Abwehrspieler der Löwen ausfällt.
Im zweiten Durchgang sorgte Ken Reichel nach schöner Vorarbeit von Christoffer Nyman mit seinem schwachen rechten Fuß für den zweiten Treffer (64.), im Gegenzug musste Eintracht das Anschlusstor durch Max Thiel hinnehmen. Zwischenzeitlich hatten die „Eisernen“ Roberto Puncec mit gelb-rot verloren (56.).
Ein Klassetor von Domi Kumbela, der einen schönen Pass von Julius Biada nach Ballgewinn von Onel Hernandez verwertete, stellte die Weichen endgültig auf Sieg (75.). „Wenn es mich für einen Spieler freut, ist es Domi, er hat uns mit seinen Toren überhaupt erst in diese gute Ausgangsposition gebracht. Auch wenn er zuletzt nicht getroffen hat, ist er im Training drangeblieben und hat auf dem Platz geackert“, verteilt Arnold ein weiteres Sonderlob an den seit Dezember glücklosen Torjäger.
Zuletzt hatte der im Dezember beim 3:2-Sieg über den kommenden Gegner Arminia Bielefeld doppelt getroffen. Auf der „Bielefelder Alm“ erwartet der 46-Jährige am Sonntag einen echten Hexenkessel: „Ein ausverkauftes Haus, wahnsinnige Stimmung und ein enges Stadion, wir haben beim 1:2 im DFB-Pokal 2013 gesehen, wie gefährlich es dort werden kann.“
Statistik
Eintracht: Fejzic (3) - Reichel (1), Valsvik (2), Baffo (3), Sauer (2,5) - Boland (3) - Hochscheidt (3), Hernandez (3), Omladic (2,5) - Nyman (3), Kumbela (2).
Eingewechselt: 46. Kijewski (2,5) für Sauer; 70. Biada (-) für Hochscheidt; 79. Khelifi (-) für Omladic.
Tore: 1:0 (6.) Reichel (ohne Vorarbeit); 2:1 (64.) Reichel (Nyman); 2:1 (65.) Thiel: 3:1 (75.) Kumbela (Biada).

Zuschauer: 23 225
Chancenverhältnis: 12:3
Eckballverhältnis: 11:8
Gelbe Karten: -
Gelb-Rote Karte: Puncec (Union/56.)
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.