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„Wir verfolgen unseren Traum“

Duell im Hinspiel: Eintrachts Christoffer Nyman (l.) gegen Manuel Junglas (Bielefeld). Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht Sonntag in Bielefeld – Fast 5000 Fans begleiten die Blau-Gelben.

Von Elmar von Cramon, 13.05.2017.

Braunschweig. Gewinnen Eintrachts Zweitliga-Fußballer Sonntag gegen Arminia Bielefeld, sind Rechenspiele vorerst überflüssig: Im letzten Auswärtsspiel der regulären Saison haben es die Löwen ab 15.30 Uhr selbst in der Hand, ihre glänzende Ausgangsposition weiter zu verbessern.
In der zeitgleich ausgetragenen Partie zwischen Hannover uns Stuttgart nehmen sich die Konkurrenten gegenseitig Punkte weg, sodass die Blau-Gelben dem direkten Aufstieg ein großes Stück näher rücken könnten. Doch auch für die Gastgeber steht eine Menge auf dem Spiel: Gewinnen die Arminen nicht, ist der Traum vom Klassenerhalt möglicherweise schon vorbei.

„Wir werden uns auf eine sehr heiße Atmosphäre dort einstellen“, erklärt Torsten Lieberknecht vor der Partie und freut sich über die zahlreichen Fans, die ihre Mannschaft nach Ostwestfalen begleiten: „Ganz alleine sind wir dort nicht, 5000 von uns sind auch mit dabei, das hilft.“
Unterschiedlicher könnte die jeweilige Ausgangsposition der beiden Kontrahenten vor der brisanten Partie nicht sein: „Wir verfolgen unseren Traum, die Bielefelder sind im brutalen Abstiegskampf.“ Allerdings sieht Lieberknecht sein Team auf den Bielefelder Hexenkessel vorbereitet, nicht zuletzt durch die jüngst gezeigten Ergebnisse: „Die Mannschaft hat durch ihre Leistungen in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen tanken können.“ Das gesammelte Selbstbewusstsein, so der 43-Jährige weiter, solle aber nicht „durch Laberei“ nach außen getragen werden, sondern „durch die Leistung auf dem Platz“ erkennbar sein. „Die Mannschaft kam ihren Worten komplett nach“, freut sich Lieberknecht insbesondere mit Blick auf die jüngst gegen Union Berlin gezeigte Klasseleistung.
An die Wochen nach dem Erstligaaufstieg vor vier Jahren denkt der Eintracht-Coach „ab und zu“ zurück und würde sich über eine Wiederholung auch aufgrund der diesjährigen Ausgangslage freuen: „Mit Stuttgart und Hannover in einer Liga und zum 50-jährigen Meisterjubiläum aufzusteigen, wäre schon grandios und würde alles noch mal toppen.“ Gleichzeitig warnt er angesichts der schweren Aufgabe in Bielefeld auch vor „zu viel Träumerei“.
Bei den Ostwestfalen, denen der Abstieg droht, sieht er unterdessen trotz der Abstiegsgefahr einen Aufwärtstrend: „Sie haben sich sehr stabil gezeigt und nur einmal gegen Stuttgart verloren, wo sie lange Zeit nicht nach Verlierer aussahen. Außerdem haben sie in diesem Spiel 125 Kilometer gelaufen, das ist eigentlich ein Erstligawert.“
Auf der Liste der Ausfälle ist neben Marcel Correia und Adam Matuschyk (beide Reha) seit Montag auch Max Sauer (Bandverletzung) zu finden. Der Rechtsverteidiger wird in dieser Spielzeit ebenso wie Phil Ofosu-Ayeh (Knieprobleme) nicht mehr zum Einsatz kommen. Eventuell muss auch Joseph Baffo passen, der gegen Union Berlin eine Adduktorenzerrung davontrug. Mit Saulo Decarli kehrt allerdings ein wichtiger Spieler in den Defensivblock zurück.
So könnten sie spielen : Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Baffo (Kijewski) - Boland, Moll - Hernandez, Omladic - Kumbela, Nyman.
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