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„Wir müssen uns wie richtige Männer dagegenstellen“

Hielt den Blau-Gelben im Spiel gegen den FC St. Pauli einen Punkt fest: Eintracht-Torhüter Rafal Gikiewicz. Foto: Agentur Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht am Mittwoch beim MSV Duisburg zu Gast – Lob für Orhan Ademi.

Von Elmar von Cramon, 23.09.2015.

Braunschweig. Zum Durchatmen bleibt Eintrachts Zweitliga-Fußballern nur wenig Zeit: Bereits drei Tage nach dem 0:0 im Verfolgerduell gegen den FC St. Pauli kämpfen die Löwen erneut um Ligapunkte: Im heutigen Auswärtsspiel bei Kellerkind MSV Duisburg (Anstoß 17.30 Uhr) wollen die Blau-Gelben ihre Erfolgsserie fortsetzen: Viermal in Folge blieb die Mannschaft mittlerweile in der Liga unbesiegt und kassierte dabei nicht ein einziges Gegentor.

Dem heutigen Gegner steht das Wasser in der noch jungen Spielzeit hingegen schon bis zum Hals, trotzdem hat Torsten Lieberknecht vor dem Gang in die Schauinsland-Arena Respekt: „Der MSV betreibt einen Riesenaufwand, hat aber zuletzt unglücklich Punkte abgegeben. Das ist eine Mannschaft, bei der du dagegenhalten musst, sonst können die dich auffressen.“ Für den 42-Jährigen ist der traditionsreiche Klub dennoch ein „Gesicht der 2. Liga“, das nicht am aktuellen Tabellenstand gemessen werden sollte: „Die Duisburger sind dann gefährlich, wenn man sie mit eigenen Fehlern aufbaut, das darf uns dort nicht passieren. Wir müssen uns wie richtige Männer dagegenstellen.“
Angesichts der englischen Woche, die Eintracht mit der Partie gegen Greuther Fürth am kommenden Montag beschließen wird, ist dabei durchaus eine Rotation denkbar.“Es gibt Optionen, dem einen oder anderen mal die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren“, so Lieberknecht.
Dabei hob er Orhan Ademi als positives Beispiel hervor, der sich aufgrund der überragenden BTSV-Offensive zuletzt hinten hatte anstellen müssen, sich durch gute Trainingsleistungen aber eine Chance verdiente. „Keinem Spieler gönne ich ein Tor mehr als Orhan“, hatte Lieberknecht bereits nach dem 0:0 gegen den FC St. Pauli bekannt, wo dem Schweizer kurz vor Schluss fast das Siegtor geglückt war: „Er war sofort im Spiel drin, das hat man in den vergangenen Jahren öfters mal vermisst. Ich habe das Gefühl, dass er jetzt einen Schritt weiter ist“, lobt Lieberknecht.
Der Eintracht-Trainer ist mit dem Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders sehr zufrieden: „Man spürt in diesem Jahr, dass die jüngeren Spieler ein Stück weit schneller Fuß fassen und auf einem sehr guten Level sind, auch wenn man diesen Jungs mal ein schlechteres Spiel zugestehen muss.“
Vielleicht ist beim MSV dann auch Mads Hvilsom dabei, der gegen St. Pauli den Sprung in den 18er-Kader verpasste: „Seine Trainingsleistungen werden immer besser, er kommt den Schritt näher, auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass es vielleicht etwas schneller geht“, so Lieberknecht, der die Entscheidung Ademi statt Hvilsom zu nominieren als Bauchentscheidung bezeichnete.
Fehlen wird gegen den MSV lediglich Nik Omladic, der nach seiner Roten Karte in Frankfurt noch ein letztes Mal zuschauen muss.
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Baffo, Decarli, Sauer - Reichel, Boland, Matuschyk, Sauer (Ofosu-Ayeh) - Hochscheidt, Holtmann (Hvilsom) - Berggreen (Ademi).
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