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„Wir können etwas Großes erreichen – und das ist der Aufstieg“

Kampf um den Ball: Eintrachts Ken Reichel (r.) gegen Martin Harnik (Hannover 96). Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Lieberknecht hakt Derbyniederlage ab – Sonntag gegen Bochum.

Von Elmar von Cramon, 19.04.2017.

Braunschweig. Nach der Niederlage im Derby gegen Hannover steht für Eintrachts Zweitliga-Fußballer am Sonntag um 13.30 Uhr das drittletzte Heimspiel der Saison gegen den VfL Bochum auf dem Plan. Auch wenn die Löwen durch das 0:1 beim Erzrivalen vorerst auf den vierten Rang abrutschten, bleibt es an der Tabellenspitze eng. Mit einem Sieg über die ehemals „Unabsteigbaren“ könnte die Mannschaft von Torsten Lieberknecht in jedem Fall Boden gut machen, weil sich mit dem VfB Stuttgart und Union Berlin zwei Konkurrenten duellieren.

„Es ist ärgerlich, dieses Derby verloren zu haben. Wir haben mutig agiert und den Gegner früh gestört. Leider hat uns über die gesamte Spieldauer aber die Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt“, blickt der Eintracht-Coach zurück. Unnötig war seiner Meinung nach auch der Gegentreffer, der durch eine Fehlerkette begünstigt worden war. Zunächst beging Quirin Moll ein unnötiges Foul an einem Hannoveraner, der in Richtung Seitenaus lief. Den nachfolgenden Freistoß ließ Jasmin Fejzic fallen und rette dann bravourös auf Kosten einer Ecke, die Niclas Füllkrug zur Führung einköpfte. „Schon der Freistoß war unnötig, die Situation danach hätten wir vielleicht besser verteidigen können“, so Lieberknecht weiter.

Ärgerlich fand der 43-Jährige den nicht gegebenen Elfmeter im Anschluss, als Schiedsrichter Sascha Stegemann einen Ellenbogencheck von Martin Harnik an Julius Biada übersah: „In so einem Spiel entscheiden Nuancen, da fällt ein nicht gegebener Strafstoß natürlich ins Gewicht.“

Trotz des Ärgers über die erste Derbyniederlage seit 1998 möchte Lieberknecht das Spiel aber „abhaken“ und sich auf die noch bevorstehenden fünf Partien konzentrieren: „Die Fans haben gesehen, dass wir den Fight angenommen haben und das nach Spielende mit Applaus honoriert. Wir haben ein Spiel verloren, sind aber noch immer auf einer großen Reise, an deren Ende wir etwas Großes erreichen können – und das ist der Aufstieg.“

Er fordert die Fans deshalb auf, seine Mannschaft gegen Bochum genauso wie in den vergangenen Heimspielen zu unterstützten, um im Aufstiegsrennen dabeizubleiben. „Das hat es in den letzten Wochen ausgemacht“, weiß Lieberknecht und sieht den Druck momentan eher bei den anderen Konkurrenten, die sich wie der VfB Stuttgart beim jüngsten 3:2-Erfolg in Bielefeld alles andere als leicht tun.

Doch auch die Partie gegen die Bochumer dürfte für die Löwen eine Herausforderung werden. Die Mannschaft von Trainer Gertjan Verbeek konnte mit dem 1:0 gegen Fürth einen Befreiungsschlag landen, ist mit 37 Zählern aber noch nicht endgültig gerettet. „Zuletzt wurde die Herangehensweise mit einer Dreierkette verändert, man hat bei den Bochumern schon viele Facetten gesehen“, weiß der Eintracht-Coach um deren taktische Flexibilität.
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