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„Wir haben zwei sehr gute Torleute“

Hatte im Auftaktspiel gegen Werder Bremen kurz vor Spielende eine gute Einschussmöglichkeit: Eintrachts Jan Hochscheidt (11). T.A.

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht will keinen Schlussmann als klare Nummer eins benennen.

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. Fans, die trotz der 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen feierten und viele positive Stimmen über den „Hexenkessel Eintracht-Stadion“ in den Medien: Die Erstliga-Rückkehr Eintrachts hatte nach 28 Jahren Abstinenz einen würdigen Rahmen gefunden, auch wenn der blau-gelbe Sturmlauf am Ende nicht belohnt wurde.

In jedem Fall lieferte die Partie eine ganz wichtige Standortbestimmung für die Löwen, die am Sonntag den ganz schweren Gang zu Borussia Dortmund antreten müssen. Einige Tage nach dem Spiel mischt sich bei Torsten Lieberknecht unter die Enttäuschung über die verlorenen Punkte Stolz über die Art und Weise, wie sich sein Team zum Ligastart präsentiert hatte: „Natürlich sind alle enttäuscht, wir haben ein Spiel verloren, das wir hätten gewinnen müssen. Dennoch haben wir uns über 90 Minuten taktisch sehr gut präsentiert und vor allem Mut bewiesen.“
Für Lieberknecht war die Partie „ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Mannschaft“; angesichts der Tatsache, dass nicht weniger als zehn Akteure ihre erste Bundesligapartie absolviert hatten. Nicht unterschreiben wollte der 40-Jährige jedoch, dass sein Team „Lehrgeld“ habe zahlen müssen: „Wir waren am Drücker und haben einen Gegentreffer der Marke Zufallsprodukt kassiert. Es ist nicht so, dass wir ausgekontert worden sind.“
Der Eintracht-Coach ist sich im Klaren, dass seine Mannschaft im nächsten Spiel gegen den Champions-League-Finalisten vielerorts nicht den Hauch einer Chance eingeräumt bekommt. „In Dortmund werden wir der kleinste aller Underdogs sein.“ Dennoch will er die vielen gewonnenen Erkenntnisse aus dem Bremen-Spiel nutzen, sein Team bestmöglich auf Borussia einzustellen: „Vielleicht gibt es etwas, was wir möglich machen können.“
Möglich erscheint in Dortmund auch ein Torwartwechsel. Lieberknecht kündigte an, auch nach der Premierenpartie weder Marjan Petkovic noch Daniel Davari als klare Nummer eins zu benennen, sondern je nach Gegner eine Keeper-Rotation vorzunehmen: „Wir haben zwei sehr gute Torleute, die maßgeblichen Anteil an beiden Aufstiegen hatten. Ich möchte keinem das Vertrauen entziehen und beiden die Möglichkeit geben, sich zu beweisen.“
Rechtzeitig zum Dortmund-Spiel kommen auch Ermin Bicakcic und Omar Elabdellaoui wieder von ihren Länderspielreisen zurück. Letzterer tritt mit Norwegen zum Nachbarduell gegen Schweden an, während Bicakcic mit Bosnien-Herzegowina gegen die USA testet: „Zwei Akteure, die bei Eintracht zu Nationalspielern werden, darauf können wir stolz sein“, freut sich Lieberknecht über seine Länderspieldebütanten und hofft auf eine verletzungsfreie Rückkehr.
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