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„Wir haben viel Arbeit vor uns“

War ärgerlich über die Niederlage im Pokalspiel: Eintrachts Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: SH

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet zum Saisonauftakt am Sonnabend Werder Bremen.

Von Elmar von Cramon, 07.08.2013

Braunschweig. Mit großer Spannung erwarten Eintrachts Fußballfans den Sonnabend: Ab 18.30 Uhr greifen die Blau-Gelben erstmals seit über 28 Jahren ins Erstliga-Geschehen ein und empfangen Werder Bremen zum traditionsreichen Nordderby.

Am vergangenen Sonntag hatten sich beide Teams im DFB-Pokal glücklos präsentiert: Während Werder mit 1:3 gegen Drittligist Saarbrücken unterlag, musste Eintracht eine 1:2-Niederlage bei Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld hinnehmen.
Für Torsten Lieberknecht war das Pokalaus „ärgerlich“, immerhin erhielt seine Mannschaft eine Woche vor Punktspielbeginn eine Standortbestimmung, die zu besseren Ergebnissen führen soll. Insbesondere das Abwehrverhalten vor dem 0:1 stimmte ihn unzufrieden, als Sebastian Hille eine beim Umschalten zwischen Raum- und Manndeckung entstandene Lücke per Kopf ausnutzte (36.). Gleiches galt für einen unnötigen Ballverlust vor dem 1:2, das kurz nach dem Ausgleich von Timo Perthel (66.) auf kuriose Art und Weise zustande kam: Der am Boden liegende Ermin Bicakcic bekam den Ball im Strafraum an den Oberarm, Tim Jerat verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt zum 2:1 (72.).
In Sachen Strafstoß hatte Eintracht im ersten Durchgang weniger Glück, als der Pfiff nach einem klaren Foul an Omar Elabdellaoui im Strafraum ausblieb: „Das hätte sicherlich einen Unterschied gemacht“, so der Eintracht-Trainer, der trotz der Niederlage auch Positives sah: „Wir haben viel fürs Spiel getan, gute Ansätze gezeigt und einige gute Aktionen gehabt.“
Die Partie gegen Werder sieht er als ein „Spiel unter vollkommen anderen Voraussetzungen“, da sein Team erstmals seit langer Zeit nicht Favorit sein wird: „Es ist ein Privileg, sich mit Eintracht zur ersten Bundesliga-Partie seit 28 Jahren vorbereiten zu dürfen, das überstrahlt alles“, weiß Lieberknecht und fordert eine dementsprechend konzentrierte Vorbereitung: „Wir haben bis zum Anpfiff eine Menge Arbeit vor uns.“
Über die Gäste von der Weser möchte der 40-Jährige nicht viele Worte verlieren: „Sie befinden sich im Umbruch und versuchen, das Beste draus zu machen.“
Personell kann Liebeknecht bis auf wenige Ausnahmen auf den gesamten Kader zurückgreifen: Ausfallen werden Domi Kumbela (Reha) sowie Matthias Henn, bei dem sich eine Wunde am Knie entzündet hat. Fraglich ist der Einsatz von Jan Hochscheidt, der gegen Bielefeld einen Schlag auf die Wade abbekam. Deniz Dogan, den nach seiner Roten Karte in der Nachspielzeit eine Sperre im DFB-Pokal erwartet, steht im Punktspielbetrieb zur Verfügung.
Gestern absolvierten die Blau-Gelben ein Testspiel gegen Hull City (siehe unten), um den im Pokal nicht eingesetzten Spielern Spielpraxis auf hohem Niveau zu verschaffen: „Experimente mit Blick auf das Werder-Spiel stehen gegen Hull nicht im Vordergrund“, hatte Lieberknecht vor der Partie angekündigt.
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