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„Wir haben uns das erarbeitet“

Gemeinsam – das ist ein großer Teil des Erfolges der Lions. Foto: Herden

Football: Die Lions ziehen ins Finale ein und das völlig zu recht, meint Linebacker Kerim Homri.

Von Daniel Beutler, 06.10.2013.

Braunschweig. Es ist geschafft. Die New Yorker Lions stehen im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft im American Football. Mit 34:29 setzten sich die Braunschweiger Bundesliga-Footballer am Donnerstag im Halbfinale gegen die Kiel Baltic Hurricanes durch.

Fünf lange Jahre war der deutsche Rekordmeister bei dem Saisonfinale nur Zuschauer und raketenhaft wirkt der Aufstieg nach fünf teils katastrophalen Jahren. Egal wie das Spiel am kommenden Sonnabend in Berlin gegen die Dresden Monarchs ausgeht, diese Saison ist ein Erfolg.
Den sich die Lions erkauft haben, so eine weit verbreitete Meinung in Fanlagern der anderen Mannschaften, mit Blick auf den Erfolg und den Namenssponsor. „Völliger Quatsch“, ärgern Lions-Linebacker Kerim Homri solche Ansichten. „Wir haben uns das mit hartem Training erarbeitet. In der Abwehr stehen fast die gleichen Spieler wie im Vorjahr.
Was neben den Trainern der große Unterschied ist: das Teamgefühl. Jeder kann sich zu 100 Prozent auf den anderen verlassen“ betont Homri, der gegen Kiel sein erstes Spiel nach einer fast zweimonatigen Verletzungspause bestritt und gleich zum Top-Tackler avancierte. „Ich habe das auch mitbekommen. Aber ehrlich, mich kümmert das nicht. Wir machen nichts anderes, als alle Mannschaften auch“, misst Lions-Cheftrainer Troy Tomlin dem Gerede nicht viel zu.
„Wir haben sehr lange und sehr intensiv nach Spielern gesucht, die auch großartige Teamkameraden sind“, berichtet Tomlin und erklärt so das überragende Teamgefühl in der Mannschaft mit. Das habe es so seit dem vorerst letzten Titel im Jahr 2008 nicht mehr gegeben, meint Homri. Deshalb sei ihm auch klar gewesen, dass die Lions das Halbfinale gegen Kiel gewinnen werden. Auch gegen Ende des Spiels, als Kiel aufholte, wankte der Linebacker nicht in seinem Glauben an den Sieg. Auch Tomlin hatte kein Zweifel, ist aber unzufrieden, wie die Partie endete. „Wir hätten früher alles klar machen müssen, haben aber unnötige Fehler produziert und es so unnötig spannend gemacht“, fordert der Cheftrainer mehr Abgeklärtheit.
Homri derweil verspricht auch im kommenden Spiel einen Sieg. „Es ist mein erstes Finale, deshalb verlieren wir nicht“, macht Homri augenzwinkernd deutlich. Im Finale 2008 stand Homri zwar schon im Kader, kam in seinem ersten Jahr bei den Lions aber nicht zu einem Einsatz im Endspiel, seinerzeit gegen die Kiel Baltic Hurricanes.

Sonderzug

Die Lions haben ein Sonderzug zum Finale nach Berlin organisiert. Karten kosten 35 Euro, beinhalten Fahrt und Eintritt ins Stadion und sind ab Montag bei New Yorker in der Schuhstraße erhältlich. Alle Infos auf www.newyorker-lions.de
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