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„Wir haben nicht die Köpfe hängenlassen“

Auf Nummer sicher: Amin Stevens und Josh Gasser (Nr. 21) pflücken gemeinsam den Rebound. Am Ende hatte Alba dennoch sechs Abpraller mehr gesammelt als die Löwen (33:27). Foto: Eibner

Basketball-Bundesliga: Die Löwen waren in Berlin mit 72:83 unterlegen.

Von Christoph Matthies, 20.10.2015.

Braunschweig. Mit einem Sieg aus vier Begegnungen belegen die Basketballer von der Oker derzeit Rang zwölf der Bundesliga-Tabelle. Dass die Stimmung bei den Löwen dennoch alles andere als schlecht ist, liegt auch daran, dass sie bisher aus allen Partien etwas Gutes mitnehmen konnten – auch aus der 72:83-Niederlage am Samstag bei Tabellenführer Alba Berlin.

Dabei nahm das Unheil schon in den ersten zehn Minuten seinen Lauf. „Wir wussten, dass wir unter dem Korb zumachen müssen, sonst killen sie uns da“, erklärt Löwen-Trainer Raoul Korner die defensive Vorgabe der ersten Minuten. Das Problem: Die Berliner nutzten die daraus resultierenden Freiheiten an der Dreierlinie, trafen fünf Versuche – und nach Durchgang eins stand es 27:14 für die Gastgeber. „Im Endeffekt sind wir das ganze Spiel über diesem ersten Viertel nachgelaufen.“

Erst im Schlussabschnitt gelang es den Löwen, den Rückstand merklich zu verkürzen, zweimal kamen sie bis auf vier Zähler an die Berliner heran. „Wir haben Vieles richtig gemacht, haben uns zurückgefightet, nicht die Köpfe hängenlassen“, lobt Korner den Spirit seines Teams, in dem Keaton Grant (22) und Derek Needham (20) am besten punkteten.

Ein Sonderlob erhielt derweil ein anderer. „Josh Gasser hat gegen die Berliner Physis sehr gut dagegengehalten. Das war mir extrem wichtig, dass er langsam kommt. Wir brauchen ihn, und zwar dringend“, bewertete Korner die Leistung seines amerikanischen BBL-Rookies (13 Punkte), der für den foulbelasteten und insgesamt schwachen Kapitän Nico Simon auf dem Flügel gut in die Bresche sprang. „Ich hoffe, dass ihm das auch in seinem Selbstvertrauen Auftrieb gibt. Denn wenn du gegen Alba Berlin etwas auf die Reihe bringst, dann gibt es keinen Grund, das gegen irgendein anderes Team nicht auch zu tun.“

Der druckvollen Berliner Defensive war es gelungen, die Löwen in ihrem Teamplay zu stören. Die Antworten, die seine Mannschaft darauf gab, gefielen Korner allerdings: „Wir haben gesehen, dass wir durchaus scoren können, selbst wenn wir aus unserer Struktur gerissen werden. Wir haben dann immer wieder individuelle Lösungen gefunden, die nicht so schlecht waren.“

Am Samstag (18.30 Uhr) treten die Löwen in Bremerhaven an. Gegen den Tabellennachbarn (Rang 13) soll ein Sieg her.
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