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„Wir haben dem Druck standgehalten“

Feiern ausgelassen den Sieg gegen Dynamo Dresden: Die Eintracht-Spieler Jasmin Fejzic und Onel Hernandez. Foto: Hübner

Fußball: Reichel mit Last-Minute-Tor gegen Dresden – Samstag Niedersachsenderby.

Von Elmar von Cramon, 11.04.2017.

Braunschweig. Eintrachts Zweitliga-Fußballer bleiben mittendrin im Aufstiegsrennen. Durch einen 1:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden schoben sich die Blau-Gelben vor dem Niedersachsenderby am kommenden Wochenende auf den zweiten Tabellenplatz vor. Wie schon so oft in den vergangenen Wochen behielten die Löwen dabei durch einen Last-Minute-Treffer die Oberhand. Und wie schon im Heimspiel davor hieß der Eintracht-Torschütze Ken Reichel, der erneut aus der Distanz traf.

„Ein sehr anspruchsvolles Spiel, was unter dem Strich etwas glücklich, aber vielleicht nicht unverdient an uns geht“, war Marc Arnold nach der Partie zufrieden. Die Blau-Gelben hatten es vor allem geschafft, den Dresdner Toptorjäger Stefan Kutschke nahezu aus der Partie zu nehmen.
„Wir haben stark in der Defensive gearbeitet und gegen so eine spielstarke Mannschaft wie Dresden kaum etwas zugelassen“, freute sich der sportliche Leiter Eintrachts und wollte die zuletzt oft durch späte Treffer erzielten Punkte nicht allein auf die Zufallsschiene reduzieren: „Wir haben dem Druck, nachzulegen, standgehalten.“
Durch den späten Treffer von Ken Reichel, der eine verunglückte Kopfballabwehr an der Strafraumgrenze direkt nahm und unhaltbar ins rechte untere Eck traf, erhöht sich auch die Spannung an der Tabellenspitze. Im Niedersachsenderby trifft Eintracht als Tabellenzweiter auf Hannover, aktuell auf dem dritten Platz: „Das erhöht die Brisanz natürlich weiter, allerdings ist so ein Derby ohnehin ein ganz spezielles Spiel. Wir haben schließlich auch einige Akteure im Kader, die so etwas in ihrer Karriere bislang noch nicht erlebt haben.“
Um mit dem zu erwartenden Hexenkessel und der gewaltigen Kulisse von knapp 50 000 Zuschauern zurechtzukommen, fordert Ex-Profi Arnold deshalb, „die Atmosphäre anzunehmen und sich im Spiel schnell damit auseinanderzusetzen.“ Doch auch bei den Spielern, die noch nicht in einer vergleichbaren Partie auf dem Platz standen, sieht der 46-Jährige keine Schwierigkeiten, die Bedeutung des Spiels verkehrt einzuschätzen: „Es wird im Vorfeld sehr viel darüber geschrieben, so dass alle Spieler wissen, worum es geht.“
Der Medienhype um die Partie fiel diesmal allerdings spürbar ruhiger aus als noch vor drei Jahren, als beide Mannschaften in der Bundesliga nach 28 Jahren erstmals wieder aufeinandertrafen. „Alle Beteiligten haben den Ball bereits vor dem Hinspiel flach gehalten und sind die Sache ruhig und sachlich angegangen. Es scheint so, als würde uns das diesmal auch gelingen“, lobt Arnold.
Den größeren Druck sieht er aufgrund des klar formulierten Ziels, unbedingt aufsteigen zu wollen, aufseiten der Leinestädter: „Von den Rahmenbedingungen und der Drucksituation ist dort mehr auf dem Kessel als bei uns. Sportlich sehe ich beide Teams auf Augenhöhe.“
Gerade deshalb freut man sich bei den Löwen auf das Spiel beim Erzrivalen und fährt am Samstag selbstbewusst an die Leine: „Es wird sicherlich eine der schwersten Begegnungen auf fremdem Platz. Grundsätzlich wollen wir aber jedes Auswärtsspiel gewinnen, auch in Hannover.“
Statistik
Mannschaft: Fejzic (2,5) - Reichel (2,5), Valsvik (2,5), Decarli (2,5), Ofosu-Ayeh (3) - Boland (2,5), Kijewski (2,5) - Hochscheidt (2,5), Zuck (3,5) - Hernandez (3), Abdullahi (4).
Eingewechselt: 46. Nyman (4) für Abdullahi; 73. Khelifi (-) für Zuck; 90. Kumbela (-) für Hochscheidt.
Tor: 1:0 (90.+2) Reichel (ohne Vorarbeit).
Zuschauer: 22 880
Chancenverhältnis: 6:4
Eckballverhältnis: 7:6
Gelbe Karten: Ofosu-Ayeh, Reichel, Hernandez.
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