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„Wir haben auf die Rückschläge die richtige Antwort gegeben“

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht erkämpft sich in dramatischer Schlussphase ein 2:2 in Köln.

Von Elmar von Cramon, 12.12.2012.

Braunschweig. Eintracht Braunschweig bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga auch zum Rückrundenauftakt nach wie vor das Maß aller Dinge.

Selbst Erstligaabsteiger 1. FC Köln konnte die Blau-Gelben am Montagabend nicht bezwingen und musste sich in einer äußerst spannenden Partie am Ende mit einem Zähler zufrieden geben, nachdem Eintracht durch einen Last-Minute-Treffer von Ermin Bicakcic noch zum 2:2-Ausgleich kam.
„Im Fußball bekommt man immer noch eine große Chance, das wussten die Jungs und haben bis zum Ende daran geglaubt“, freute sich Torsten Lieberknecht über den Punktgewinn gegen die Geißböcke, denen er trotz des Rückschlages noch Chancen im Aufstiegskampf einräumt: „Die Mannschaft hat die Qualität, noch oben reinzurutschen.“
In der Anfangsphase waren die Blau-Gelben durch Torjäger Domi Kumbela nach schöner Vorarbeit von Orhan Ademi in Führung gegangen. Der Kölner Clemens hatte per Bogenlampe kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielt, bevor sich in einer hochdramatischen Schlussviertelstunde die Ereignisse buchstäblich überschlugen: Zunächst entschied der Schiedsrichter nach einem Foul an Ademi auf Strafstoß für Eintracht. Der eingewechselte Marc Pfitzner lief an, scheiterte jedoch an FC-Keeper Horn (78.).
Als sich viele schon mit einem Remis abgefunden hatten, schlugen dann die Geißböcke zu. Ujah köpfte einen Eckball eine Minute vor Schluss in den blau-gelben Kasten. Doch die Löwen gaben noch nicht auf: Eine Ecke von Norman Theuerkauf segelte vor die Füße von Bicakcic, der sich im Strafraum behauptete und den Ball in der Nachspielzeit über die Linie bugsierte: „Das war eine äußerst dramatische Schlussphase, in der wir auf die beiden Rückschläge die richtige Antwort gegeben haben“, sah Lieberknecht am Ende einen „gefühlten Sieg“. Er hätte jedoch nicht zuletzt aufgrund der Elfmeterchance gerne drei Zähler aufseiten seiner Mannschaft gesehen: „Ich mache „Pfitze“ aber keinen Vorwurf, das kann passieren.“
Beeindruckt war der 39-Jährige vom Einsatz, den Ermin Bicakcic in der Schlussminute zeigte: Beim zweiten Gegentreffer hatte der Bosnier noch unglücklich gegen Ujah agiert, dann aber mit äußerster Vehemenz den Ausgleich erzielt: „Umso schöner, dass ausgerechnet Ermin den Schlusspunkt unter dieses dramatische Spiel setzt. Es beweist die Moral meiner Mannschaft, die todunglücklich gewesen wäre, wenn wir dieses Spiel verloren hätten.“
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