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„Wir freuen uns auf das Spiel“

Wollen wieder Tore bejubeln: Die Blau-Gelben (v.l.) Emil Berggreen, Adam Matuschyk, Maximilian Sauer, Gerrit Holtmann. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht am Sonntag vor ausverkauftem Haus gegen St. Pauli.

Von Elmar von Cramon, 18.09.2015.

Braunschweig. Die Spannung steigt: Zum ersten Mal wird das Eintracht-Stadion in dieser Saison ausverkauft sein, wenn die Braunschweiger Zweitliga-Fußballer am Sonntag ab 13.30 Uhr auf den Tabellendritten FC St. Pauli treffen. Mit aller Macht wollen sich die Blau-Gelben für die beiden Niederlagen aus der Vorsaison revanchieren und die auch insgesamt dürftige Bilanz gegen die Hamburger aufbessern.

Positiver Nebeneffekt: Im Erfolgsfall zieht Eintracht in der Tabelle in jedem Fall an den Kiezkickern vorbei. Im Vorfeld der Partie gab der Verein außerdem bekannt, dass man sich im Gegensatz zu einigen anderen Klubs an der Banneraktion zur Unterstützung von Flüchtlingen beteiligen wird, die die DFL gemeinsam mit der Bild-Zeitung ins Leben gerufen hatte.
„Wir freuen uns auf das Spiel vor ausverkauftem Haus. Das ist ’ne Wucht, wir hätten bestimmt auch 40 000 Karten verkaufen können“, freut sich Torsten Lieberknecht über das große Zuschauerinteresse an der Partie, für die seit Wochenbeginn alle Tickets restlos ausverkauft waren.
Von den Besuchern, die eines der 23 000 Tickets ergattern konnten, fordert er vor allem „Geduld“ für das Verfolgerduell, da die Mannschaft von Ewald Lienen sich vom Fast-Absteiger zum Spitzenteam gemausert habe: „Als ich St. Pauli vor der Saison als Aufstiegsfavoriten genannt habe, war das ein Stück weit Überzeugung. Die Mannschaft hat im Abstiegskampf Kraft gesammelt hat und ist über das Gemeinschaftsgefühl in der Lage, mehr zu erreichen als das, was von vielen erwartet wird.“ Der 42-Jährige sieht die Braun-Weißen in dieser Spielzeit als „disziplinierte Mannschaft, die über ihre Philosophie des schnellen Umschaltspiels versucht, ihrem Gegner die Punkte zu klauen“.
Im Vergleich zur Vorwoche sieht Lieberknecht trotz des deutlichen 3:0-Sieges in Frankfurt Verbesserungsbedarf: „Wir haben viele Torchancen zugelassen und die zweite Halbzeit schlecht begonnen“, führt er an und bemängelt zudem, „dass wir wegen „Kleinigkeiten keinen Druck in Zweikämpfen aufbauen konnten.“
Personell sieht es bei den Blau-Gelben erfreulich aus. Phil Ofosu-Ayeh und Hendrick Zuck stehen wieder zur Verfügung, sodass lediglich der rotgesperrte Nik Omladic ausfallen wird. Dieser hatte in der Vorwoche Salim Khelifi auf der Rechtsaußenposition verdrängt: „Wir haben nicht nur Salim, der dort spielen kann. Es gibt meinerseits auch andere Überlegungen“, macht Lieberknecht deutlich, dass statt Khelifi auch eine andere Personalie denkbar ist, womit womöglich Mads Hvilsom gemeint ist. Der Neuzugang kam in der Vorsaison bei Hobro IK des Öfteren auf der rechten Seite hinter Emil Berggreen zum Einsatz und erzielte drei seiner 16 Saisontore auf dieser Position.
Im Gegensatz zum FC St. Pauli wird Eintracht Sonntag mit dem „Wir helfen“-Banner auf dem Trikot auflaufen: „Wir werden dabei mitmachen, weil wir die Solidargemeinschaft als wichtig ansehen, auf die Probleme der Flüchtlinge hinzuweisen. Dem Wunsch der DFL, die die Vereine angeschrieben hat, werden wir deshalb nachkommen“, erklärt Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold.
Pressesprecherin Denise Schäfer erklärte außerdem, dass der Verein selbst etwas auf die Beine stellen werde: „Wir befinden uns seit einigen Monaten mit Behörden und Organisationen im Austausch, werden zum Heimspiel gegen Fürth eine eigene Aktion für Flüchtlinge durchführen und planen im Oktober weitere.“
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Baffo, Decarli, Correia - Reichel, Boland, Matuschyk, Ofosu-Ayeh (Sauer) - Hochscheidt, Hvilsom (Khelifi) - Berggreen.
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