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„Wir brauchen zu viele Torchancen“

Testspiel gegen den SC Verl: Duell zwischen Eintrachts Nik Omladic (r.) und Jannik Schröder (SC Verl). Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Torsten Lieberknecht nach 1:1 gegen Hertha mit Defensive zufrieden – Samstag gegen Hobro.

Von Elmar von Cramon, 26.01.2016.

Braunschweig. Mit wechselnden Ergebnissen ging das vorletzte Testspielwochenende in der Wintervorbereitung für Eintrachts Zweitliga-Fußballer zu Ende. Nach einem schwachen 1:2 gegen Viertligist SC Verl, zog sich die Mannschaft von Torsten Lieberknecht gegen den Bundesligisten Hertha BSC mit einem ordentlichen 1:1 aus der Affäre. Am Samstag steht um 14 Uhr im Konrad-Koch-Stadion der letzte Test vor dem Restrückrunden-Auftakt gegen RB Leipzig auf dem Programm. Gegner ist dann der dänische Superligist Hobro IK.

„Nach der Niederlage gegen Verl wollte ich von der Mannschaft eine Reaktion sehen, die hat sie gezeigt“, erklärte Torsten Lieberknecht nach dem Remis in der Hauptstadt, das er insgesamt als „zufriedenstellenden Auftritt“ kategorisierte. Patrick Schönfeld hatte die Löwen nach einem Foul von Hertha-Keeper Thomas Kraft an Domi Kumbela im Strafraum bereits nach drei Minuten per Elfmeter in Führung gebracht.
Aus der ersten gefährliche Aktion der Berliner entwickelte sich zehn Minuten vor dem Seitenwechsel der Ausgleich durch Valentin Stocker. „Bis auf das Gegentor haben wir nichts zugelassen, das Spiel gegen den Ball war sehr strukturiert“, lobte Lieberknecht seine Hintermannschaft, war mit der Offensivabteilung aber nur bedingt zufrieden: „Wir brauchen zu viele Torchancen; wenn das Spiel wie gegen Hertha eng ist, macht das eben den Unterschied aus.“ Trotz Feldüberlegenheit mühten sich die Blau-Gelben vergeblich, den Siegtreffer zu erzielen. Im zweiten Durchgang boten sich unter anderem Damir Vrancic, Orhan Ademi und Nik Omladic gute Gelegenheiten.
„Egal, ob durch die Mitte oder über die Flügel, wir kommen super durch und erspielen uns die Torchancen mit Plan, den Abschluss musst du dann einfachhinbekommen“, bedauerte der 42-Jährige, der das Testspielwochenende zum Experimentieren nutzte: „Wir haben gegen Verl mit dem 3-2-3-2 ein neues System getestet, dann im 4-4-1-1 gespielt und gegen Hertha unter anderem im 3-4-3 und 5-4-1 agiert.“
Wie schon im bisherigen Saisonverlauf möchte es Lieberknecht den Kontrahenten weiterhin „schwierig machen, sich auf uns einzustellen.“ Die Startelf beim Test gegen Hobro wird deshalb auch noch kein Fingerzeig in Richtung Leipzig sein: „Leipzig ist sowieso ein Gegner, auf den man sich speziell vorbereiten muss“, weiß Lieberknecht.
Offen ist, ob Emil Berggreen gegen seine alten Teamkollegen dabei sein wird. Er weilt seit Beginn der Vorbereitung in Dänemark: „Hätte es nur eine Woche gedauert, wären wir alle froh gewesen, doch wenn es länger dauert, ist das eben so“, bedauerte Lieberknecht nach der Partie bei Hertha und plant den Angreifer vorsichtshalber nur als Besucher ein: „Sollte er anwesend sein, dann wohl nur, um seinen alten Jungs Hallo zu sagen.“
Sollte der Platz im Konrad-Koch-Stadion witterungsbedingt nicht bespielbar sein, findet die Partie im Eintracht-Stadion statt.
Eintracht gegen Hertha, erste Halbzeit: Gikiewicz - Correia, Decarli, Baffo - Reichel, Boland, Schönfeld, Ofosu-Ayeh - Hochscheidt, Kumbela, Khelifi; zweite Halbzeit: Fejzic - Zuck, Reichel (80. Baghdadi), Decarli (67. Vrancic), Baffo (67. Düker) Correia (80. Kijewski)- Hochscheidt (67. Holtmann), Matuschyk, Pfitzner, Omladic - Ademi.
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