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Wieder nichts zu holen am Main

DeAndre Lansdowne erzielte in Frankfurt elf Punkte und spielte zudem sechs Assists. Foto (Archiv): Hübner

Basketball-Bundesliga: Die Löwen verlieren bei den Frankfurt Skyliners mit 71:78 (38:37).

Von Christoph Matthies, 12.10.2017.

Frankfurt. Seit gefühlten 100 Jahren haben die Basketball Löwen nicht mehr in Frankfurt gewonnen. Das blieb auch am Mittwochabend so. Nach einer schwachen zweiten Halbzeit gingen die Braunschweiger mit einer 71:78-Niederlage als Verlierer vom Feld.

Was tut man im Basketball, wenn die Würfe aus der Distanz nicht fallen wollen? Klar: Man attackiert den Korb. Das machten die Löwen zumindest in Halbzeit eins gegen die Skyliners auch gut, spielten schnell, nutzten ihre Chancen im Fastbreak. Schön zu sehen, wie etwa ein Tim Schwartz, eigentlich eher ein Dreierschütze, nach gut sieben Minuten mit viel Elan zum Brett zog und für die Löwen auf auf 17:14 erhöhte.
Im zweiten Viertel machten die Löwen zunächst stark weiter. In der 12. Minute traf DeAndre Lansdowne per Dreier zum 24:18 für die Gäste, nachdem er von Youngster Lars Lagerpusch mit einem schönen Kickout-Pass gefüttert wurde. Kurz darauf erhöhte Scott Eatherton mit zwei Freiwürfen auf 26:18 für die Löwen – die höchste Gästeführung des Spiels.

Bis zur Halbzeit schrumpfte der Vorsprung der Blau-Gelben, der zwei Minuten vorher noch 37:29 gewesen war, auf 38:37. Richtig ärgerlich wurde es aber erst nach der Pause. Nachdem Eatherton, der mit 16 Punkten und sieben Rebounds kein schlechtes Spiel machte, zum 40:37 für die Löwen traf, gerieten die Frankfurter in Spiellaune, die von den Löwen nicht gebremst werden konnte. Vor allem defensiv schalteten die Hessen nun ein bis zwei Gänge höher und ließen die einfachen Punkte am Korb, von denen die Löwen in Halbzeit eins so profitiert hatten, nicht mehr zu. Besonders die Center Jonas Wohlfarth-Bottermann und Mike Morrison, aber auch Routinier und Energiebündel Quantez Robertson machten es den Löwen am Brett ganz schwer. Ein 15:0-Lauf der Gastgeber war die Folge, und nach vier gespielten Minuten nach dem Seitenwechsel stand es bereits 52:40 für das Frankfurter Team von Cheftrainer Gordon Herbert.

Natürlich war da noch ganz lange zu spielen, doch die Löwen fanden nicht zu der Leichtigkeit zurück, die sie in den ersten 18 Minuten der Partie ausgezeichnet hatte. Nun machten ihnen auch Ballverluste das Leben schwer, insbesondere Tommy Klepeisz und Bazou Koné agierten im Aufbau nicht immer glücklich. Doch auch Zygimantas Janavicius zeigte mit sieben Punkten und zwei Assists sicher nicht die Partie, die sich Trainer Frank Menz von seinem litauischen „Floor General“ wünscht. Gut gefiel dagegen Forward Jarekious Bradley, der mit 21 Zählern Topscorer der Braunschweiger wurde.

Die schönste Szene des Spiels gehörte trotz allem den Löwen: Point-Guard-Talent Consti Ebert spielte einen extrem hohen Alley-Hoop-Pass zu Anthony Morse, den dieser mit einem krachenden Slam im Korb versenkte. Das war spektakulär, half den Löwen acht Sekunden vor dem Ende beim Stand von 69:78 allerdings auch nicht mehr, etwas Zählbares vom Angstgegner in Frankfurt mitzunehmen.

Mit sechs Treffern bei 20 Versuchen (30 Prozent) zeigten die Löwen von der Dreierlinie übrigens erneut eine bescheidene Vorstellung. Von der Freiwurflinie trafen sie neun ihrer 13 Versuche (69 Prozent).

Für die Löwen punkteten: Bradley 21, Eatherton 16, Lansdowne 11 (6 Assists), Morse 9, Janavicius 7, Schwartz 5, Lagerpusch 2, Ebert, Klepeisz, Koné, Figge.
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