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„Werden uns nicht kampflos ergeben“

War trotz der Niederlage in Freiburg ein sicherer Rückhalt: Torhüter Daniel Davari. Foto: Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht Braunschweig erwartet am Sonnabend im Stadion das Team von Bayern München.

Von Elmar von Cramon, 15.04.2014.

Braunschweig. Wenn der FC Bayern am Ostersonnabend seine Visitenkarte im Eintracht-Stadion abgibt, sind die Rollen der beiden Kontrahenten deutlich verteilt: Erstliga-Aufsteiger Eintracht, mitten im Kampf um den Klassenerhalt, trifft ab 15.30 Uhr auf das aktuell beste Fußballteam Europas, das sich in dieser Saison in Rekordzeit den Meistertitel sichern konnte.

„Wir haben keine zufriedenstellende Leistung gezeigt und blöde Tore kassiert. Das Spiel ist nun aber abgehakt, wir schauen nach vorne“, lautet der Kommentar von Marc Arnold zum 0:2 beim SC Freiburg.
Die Chancen auf den Ligaverbleib sieht der sportliche Leiter Eintrachts jedoch nicht als deutlich geschmälert an, da keinem der Konkurrenten ein Befreiungsschlag gelang: „Den letzten Tabellenplatz zu verlassen, hätte uns nicht unbedingt etwas garantiert. Unser Ziel ist, bis zum letzten Spieltag die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, dann wird abgerechnet.“
Die Münchner bezeichnet der 43-Jährige vor dem anstehenden Duell als „noch mehr als haushoher Favorit“. Dennoch hoffen die Blau-Gelben auf eine Außenseiterchance: „Wir haben beim 0:2 im Hinspiel eine gute Leistung gezeigt und uns im Vergleich zu damals noch weiterentwickelt. Kampflos werden wir uns nicht ergeben.“
Beim FC Bayern schlug Trainer Pep Guardiola nach zwei verlorenen Ligaspielen unterdessen Alarm. Der Spanier mahnte vor dem heutigen DFB-Pokalhalbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern eine bessere Leistung an, auch im Hinblick auf das in der kommenden Woche anstehende
Champions-League-Duell mit Real Madrid.
Wenig Verständnis hat Arnold jedoch für die Vorwürfe der „Wettbewerbsverzerrung“ gegen den FC Bayern, nachdem Guardiola zuletzt mehrfach auf Nachwuchsakteure zurückgegriffen hatte: „Solche Vorwürfe sind enorm grenzwertig. Jedem Trainer sollte es selbst überlassen bleiben, welche Spieler er nominiert. Auch die Jungs aus der zweiten oder dritten Reihe geben Vollgas, wenn sie ihre Chance bekommen.“
Für die Blau-Gelben stehen seit der Partie in Freiburg mit Ermin Bicakcic (5. Gelbe Karte) und Domi Kumbela (Muskelfaserriss) weitere Ausfälle fest: „Das ist nun mal nicht zu ändern und betrifft andere Clubs genauso. Wir haben uns in der Vergangenheit nicht über Ausfälle beklagt und müssen das jetzt einfach so hinnehmen“, meint Arnold.
Neben den beiden Führungsspielern fallen auch Marjan Petkovic, Gianluca Korte, Marc Pfitzner, Torsten Oehrl und Salim Khelifi aus. Bei letzteren stehen die Chancen auf ein Mitwirken in den restlichen Saisonspielen allerdings nicht schlecht: „Für das Bayern-Spiel ist es aber noch zu früh“, schränkt Arnold ein.
So könnten sie spielen: Davari - Reichel, Dogan, Correia, Kessel - Boland, Theuerkauf, Elabdellaoui (Kratz) - Hochscheidt, Bellarabi (Kruppke) - Nielsen (Ademi).
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