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„Werde hart trainieren“

Fußball: Der 23-jährige Chengdong Zhang ist begeistert von Eintracht.

Von Elmar von Cramon, 19.09.2012

Braunschweig. Überglücklich war Eintracht-Neuzugang Chengdong Zhang nach dem 1:0-Erfolg gegen Jahn Regensburg und seinem Heimdebüt im blau-gelben Trikot.

„Ich freue mich, dass wir gewonnen haben sowie über die Begeisterung der Fans.“ In seiner alten sportlichen Heimat Portugal hatte man ihm von „kühlen Deutschen“ berichtet, so dass Zhang bereits beim 2:0 gegen den SC Paderborn vom „Hexenkessel“ an der Hamburger Straße in positiver Hinsicht überrascht worden war.
In Zukunft möchte er dort für Furore sorgen und mithelfen, den Namen Eintracht auch im Reich der Mitte einen Begriff werden zu lassen: „Die Bundesliga ist bei uns bereits sehr populär und wird im Fernsehen übertragen, die Chinesen sind sehr fußballbegeistert“, erklärt er in sehr gutem Englisch.
Seine eigene Begeisterung für das runde Leder und die Ballfertigkeiten des Italieners Roberto Baggio brachten ihn schnell dazu, auch selbst aktiv zu werden, zunächst auf der Straße, dann in der Schule. Im Alter von 16 Jahren wurde er schließlich zu einem Probetraining beim AC Mailand eingeladen: „Es war eine großartige Erfahrung, den italienischen Fußball kennenzulernen“, schwärmt Zhang, der zunächst für Liaoning Guangyuan auflief, nach dem Abstieg seiner Mannschaft in die 2. Liga aber eine neue Herausforderung suchte: „Ich hatte Angebote aus Australien und Belgien, entschied ich mich aber für CD Mafra aus Portugal, da die Liga dort stärker ist.“
Glück hatte Zhang, dass der Club gleichzeitig seinen Landsmann Dabao Yu von Benfica Lissabon ausleihen konnte, der zum damaligen Zeitpunkt bereits mehrere Jahre in Portugal gespielt hatte: „Er hat mir enorm geholfen, die Sprache zu lernen.“
Nach wenigen Monaten war Zhang auf der Iberischen Halbinsel bereits in aller Munde: Beim 3:4 seines Clubs im Pokal-Achtelfinale gegen Sporting Lissabon gelangen ihm im Januar 2010 alle drei Treffer: „Sporting hat in Portugal einen ähnlichen Stellenwert wie hier Schalke 04, deshalb kannte mich danach jeder“, erklärt er stolz.
Keine zwei Monate später konnte er dann sein Nationalmannschaftsdebüt feiern, ausgerechnet gegen Portugal: „Jeder träumt davon, für sein Land zu spielen, das war eine sehr große Ehre für mich.“
In den vergangenen beiden Spielzeiten war Zhang an die Erstligisten Leiria und Beira-Mar ausgeliehen und profitierte dabei von seiner enormen Flexibilität: „Bis auf Torwart und Innenverteidiger habe ich tatsächlich alles gespielt, jeder Coach hat mich auf einer anderen Position am stärksten gesehen“, berichtet der 23-Jährige.
Zhangs „Allrounder-Qualitäten“ und Kopfballstärke fielen schließlich auch Torsten Lieberknecht auf, der Zhang unbedingt im Team haben wollte: „Ich möchte dem Coach möglichst viele Optionen anbieten“, erklärt er und will sich bis zum Ende seiner Ausleihe am Saisonende vollends in den Dienst der Mannschaft stellen: „Ich werde hart trainieren und will dabei mithelfen, dass wir zusammen unseren Platz als stärkstes Team der Liga verteidigen können.“
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