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Weit weg mit der „Roten Laterne“

Die A-Junioren des MTV haben zwar rote Trikots, sonst wollen sie sich aber von der Farbe fernhalten. Insbesondere die berühmte „Rote Laterne“ wollen sie in ihrem dritten Jahr in der Junioren-Bundesliga nicht auch noch ein drittel Mal haben. Foto: oh

Die Nachwuchshandballer des MTV Braunschweig bestreiten Sonnabend ihr erstes Heimspiel.

Von Daniel Beutler, 18.09.2013

Braunschweig. Die A-Junioren des MTV Braunschweig sind am Sonntag in ihre dritte Bundesliga-Saison gestartet. Das erste Spiel beim SC Magdeburg verloren die Nachwuchshandballer zwar deutlich mit 18:38, aber schon jetzt am Sonnabend (17.15 Uhr, Sporthalle Ottenroderstraße) könnte gegen den VfL Potsdam der erste Sieg gefeiert werden.

Die Niederlage gegen den SC war dabei fast schon eingeplant. „Die spielen zusammen mit den Füchsen Berlin in einer anderen Liga. Das sind die Top-Teams der gesamten Jugend-Bundesliga“, betont MTV-Trainer Benedikt Melzig und hebt hervor, besonders in der zweiten Hälfte habe man sich gut verkauft.
Am Sonnabend kommt mit Potsdam eine jener Mannschaften, die man schlagen könne. „Wir wollen es zumindest versuchen“, stapelt Melzig in seinem ersten Jahr als Trainer der A-Junioren erst mal tief und verweist darauf, dass dafür alles passen müsse. Besonders hofft er, dass drei der fünf verletzten Leistungsträger wieder eingreifen können. Davon hängt insgesamt das Wohl und Weh in dieser Saison ab. „Wir sind breiter aufgestellt als in den Vorjahren, können also gut durchwechseln. Jetzt gegen Magdeburg hatten wir wegen der Verletzungen allerdings nur zwei Auswechselspieler und das hat sich natürlich bemerkbar gemacht“, berichtet der Trainer.
Als Saisonziel rufen die MTV-Handballer eine Verbesserung gegenüber den beiden Vorjahren aus, in denen die Braunschweiger jeweils als Schlusslicht die Saison beendeten. „Das Potenzial dazu haben wir“, ist Melzig überzeugt, mahnt aber auch, man müsse das auch abrufen. „Es nur zu können bringt uns keine Punkte ein.“
Die Siege wollen die Braunschweiger derweil über ein schnelles Tempospiel einfahren. „Wir haben nicht den klassischen Rückraum-Shooter, wir müssen uns Lücken erarbeiten“, erklärt der Trainer, der zuvor die B-Junioren des MTV betreute. „Viele Spieler kenne ich also schon länger und im Kern hat die Mannschaft die Jugendabteilungen des MTV durchlaufen“, berichtet Melzig. Und so machen die Braunschweiger eine Not zur Tugend. Im Spannungsfeld zwischen den Handball-Hochburgen Magdeburg im Osten und der Region Hannover im Westen ist die Bedeutung der Löwenstadt zwar gewachsen, im Kampf um die besten Talente haben die Braunschweiger noch die schlechteren Karten.
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