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„Was Kommerz angeht, müssen wir aufpassen“

Der Sportliche Leiter Marc Arnold (links) sprach über Vergangenheit, Gegenwart und Perspektive der Eintracht. Foto: Ammerpohl

Das Forum für Führungskräfte von Bistum und Diözesancaritasverband Hildesheim besuchte gestern den „Tempel“ an der Hamburger Straße.

Von Christoph Matthies, 12.11.2014.

Braunschweig. Trotz ihres Abstiegs aus der 1. Bundesliga bleiben die Eintracht-Fußballer ein Erfolgsmodell. Davon überzeugten sich gestern auch die Führungskräfte des Bistums Hildesheim bei ihrem Besuch im Stadion.

Fußball und Glauben haben so manches gemeinsam, und die Eintracht ist ein Verein, der von vielen seiner Fans und Anhänger geradezu religiös verehrt, um nicht zu sagen angebetet wird.

Es war wohl auch diese besondere „Faszination Eintracht“, die die Führungskräfte vom Bistum und Diözesancaritasverband Hildesheim gestern in den „Fußballtempel“ an der Hamburger Straße lockte. Als prominenter Redner sollte am Nachmittag Markus Merk, jahrelang einer der besten Schiedsrichter Europas, zu den Gästen sprechen – über das Treffen von Entscheidungen, das Brot-und-Butter-Thema eines Unparteiischen im Fußball also. Zunächst aber begrüßte Marc Arnold am Vormittag die Besucher in der Galerie der Haupttribüne.

„Trainer war für mich keine Option. Da hast du zu wenig Einfluss auf Dinge, die du verantworten musst“, wählte der Sportliche Leiter einen launigen Einstieg in seinen persönlichen Werdegang, ehe er den Gästen, die nächstes Jahr das 1200-jährige Bistumsjubiläum feiern, die etwas kürzere, aber ebenfalls traditionsreiche Geschichte der Eintracht schilderte. Reflexion inklusive: „Wir müssen aufpassen, was das Thema Kommerz angeht. Schließlich liegt der Ursprung hier in Braunschweig“, erinnerte der 44-Jährige an den legendären Hirschkopf auf dem 73er-Trikot, „deswegen halten wir uns auch mit Vorwürfen in Richtung Leipzig zurück.“

Ansonsten zog Arnold für die Eintracht eine zufriedene Zwischenbilanz. „Die Konsolidierung ist abgeschlossen und wir sind wirtschaftlich sehr solide aufgestellt“, so der ehemalige Bundesliga-Profi, der die Blau-Gelben auch sportlich vorerst an der richtigen Stelle sieht: „Ich glaube, dass die 2. Liga für uns die nächsten ein, zwei Jahre eine gute Liga ist, um uns neu aufzustellen.“ Und vor dem Tor hilft dann, sicher auch dank der Stoßgebete der vielen treuen Eintracht-Fans, vielleicht auch mal der liebe Gott.
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