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Vrancic: „Mein Herz schlug schneller“

Fußball: Aus dem Urlaub auf den Platz – Eintrachts Damir Vrancic feierte Länderspielpremiere.

Von Elmar von Cramon, 13.06.2012

Braunschweig. Während seine Teamkollegen im Urlaub weilen, musste Damir Vrancic diesen für rund eine Woche unterbrechen. Was wie ein Ärgernis anmutet, war für den Eintracht-Mittelfeldakteur eine „Riesenehre“: Die Einladung zu zwei Länderspielen der bosnischen Nationalelf.

„Ich hatte zwar Andeutungen über eine bevorstehende Nominierung bekommen, trotzdem habe ich mich natürlich sehr gefreut. Mein Herz schlug schneller, das war etwas ganz Besonderes“, beschreibt der bei Frankfurt aufgewachsene Bosnier den Moment, als er im Spiel gegen Irland (0:1) zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Zwischen den Topstars wie Edin Dzeko (Manchester City), Miralem Pjanic (AS Rom) oder Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart) feierte er im defensiven Mittelfeld seine Länderspielpremiere.
Nervös war er nicht, da ihm der Einstand enorm einfach gemacht wurde: „Die bosnische Mentalität ist locker, ich wurde super aufgenommen und kannte einige Spieler auch noch von früher“, erklärt der 26-Jährige, der beim 1:2 gegen Mexiko sechs Tage später abermals zum Einsatz kam: „Ich hätte gar nicht mit so viel Spielzeit gerechnet“, war der Kreativfußballer überrascht und freute sich, neben der Länderspielpremiere auch einen USA-Abstecher absolvieren zu können. Denn die Partie gegen Mexiko fand in Chicago statt: „Ein Riesenerlebnis“, sagt Vrancic.
Die Zeit vor dem Trainingsauftakt am kommenden Sonntag nutzt er zu einem kurzen Türkei-Urlaub und verfolgt dort auch die ersten Spiele der EM: „Ich würde sowohl Deutschland als auch Kroatien den EM-Titel gönnen“, erklärt der Neu-Nationalspieler.
Erwartungsfroh blickt er bereits auf die neue Spielzeit. Dann wird er auch erstmals gegen seinen Bruder Mario antreten, der vom Liga-Konkurrenten SC Paderborn unter Vertrag genommen wurde: „Er hat es sich verdient, endlich in der zweiten Liga anzukommen“, lobt er seinen drei Jahre jüngeren Bruder.
Dieser trat im Jugendbereich auch schon als Nationalspieler in Erscheinung, trug allerdings den Bundesadler auf der Brust: „Mario hat das Angebot bekommen für den DFB anzutreten und ist deshalb Deutscher geworden. Ich habe meinen bosnischen Pass behalten“, klärt Damir auf und verrät, dass er sich auf das anstehende „Bruderduell“ freut: „Wir werden 90 Minuten professionell damit umgehen und gönnen uns ansonsten gegenseitig eine erfolgreiche Spielzeit.“
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