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Vorwürfe der Polizei: Reaktion der Fans

Richtet sich dieses Plakat gegen die Polizei. Die Gewerkschaft der Polizei meint ja. Foto: Hübner

Verein Blau-Gelbe Hilfe meldet sich zu Wort.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 08.03.2017.

Braunschweig. Der Verein Blau-Gelbe Hilfe reagiert auf die Vorwürfe der Gewerkschaft der Polizei. Ein Sprecher warnt jetzt in einem Newsletter vor „Stimmungsmache gegen Eintrachtfans“.

Im Gespräch mit der NB hatte Gewerkschaftsvorsitzender Dietmar Schilff über die Probleme aus Sicht der Polizei gesprochen: Jüngster Auslöser war das Aufhängen eines Transparentes mit dem Schriftzug „Scheiß Bullen“ beim Heimspiel der Eintracht gegen Aue am 17. Februar. In einem Brief wandte er sich gemeinsam mit Kollegen an Eintracht (wir berichteten).

Zitat aus dem Schreiben der Blau-Gelben Hilfe: „Das Derby wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Diesmal muss ein harmloser Schriftzug als Begründung für die Ausgrenzung von Fangruppen und für die Durchsetzung unpopulärer Maßnahmen seitens der DFL oder der Polizei herhalten. Allein die Farbgebung des Banners spricht dafür, dass die Leipziger Bundesligisten gemeint waren. Selbst die Leipziger bezeichnen sich auf ihrer Homepage als ‘Die Roten Bullen’ . ... Für uns ist der offene Brief der Herren Steinhof, Kremer und Schilff eine üble Polemik, mit der medienwirksam Politik gegen einen Teil der Fans gemacht werden soll.“

In ihrem Brief an Eintracht Braunschweig hatte die Polizeigewerkschaft darauf aufmerksam gemacht, dass das Plakat nur ein Stein in einer Kette sei. „Es geht ganz grundsätzlich um Beleidigungen und Pöbeleien gegenüber den Beamten im Einsatz“, hatte Schilff betont. Jedes Wochenende müssten sich die Polizisten diesem „aggressiven und respektlosen Umgang“ stellen. Ein Gespräch mit der Vereinsführung von Eintracht Braunschweig und der Gewerkschaft der Polizei ist geplant.
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