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Vorfreude auf Dynamo Dresden

Schoss das Tor des Tages gegen Greuther Fürth: Eintrachts Onel Hernandez (l.). Foto: Hübner

Fußball: Eintracht nach Sieg gegen Fürth am Freitag beim Aufsteiger – Moll fehlt gelbgesperrt.

Von Elmar von Cramon, 25.10.2016.

Braunschweig. Der 1:0-Erfolg gegen Greuther Fürth war für Eintrachts Zweitliga-Fußballer ein hartes Stück Arbeit. Gleiches wird vonnöten sein, um auch am Freitag in der Partie bei Dynamo Dresden (Anstoß 18.30 Uhr) erfolgreich zu sein. Dank der Patzer einiger Konkurrenten konnten die Löwen ihren Vorsprung auf die Verfolger auf fünf Zähler ausbauen. Das Team wird somit auch als Tabellenführer ins Niedersachsenderby gegen Hannover gehen, das eine Woche später ansteht.

„Es war wichtig, den Sieg einzufahren und nach dem Platzverweis nicht kopflos zu agieren“, war Torsten Lieberknecht nach der Partie zufrieden, die durch einen Treffer von Onel Hernandez entschieden wurde, der den Ball nach einer Ablage von Domi Kumbela in der 59. Minute willensstark ins Tor bugsierte.
Bereits in der ersten Hälfte war Fürths Sercan Sarerer völlig unnötig wegen des Wegtretens der Eckfahne vom Platz geflogen, was die eigentlich spielstarken Franken in die Defensive drängte. „Das war für Fürth eher kontraproduktiv“, so Lieberknecht, der für sein Team durch die Überzahl aber nicht nur Vorteile sah. Zur Hilfe kam den Blau-Gelben dabei die Erfahrung aus dem 1:0 gegen den ebenfalls defensiv eingestellten 1. FC Kaiserslautern wenige Tage zuvor. „Es hat sicherlich geholfen, dass beide Spiele so kurz hintereinander stattgefunden haben. Gegen Fürth haben wir einiges besser gemacht als gegen Kaiserslautern“, war Lieberknecht mit dem „Lerneffekt“ aus dem Montagsspiel zufrieden.
Gleiches galt für den Auftritt vom Torschützen Onel Hernandez, dessen Leistungskurve in jüngster Zeit steil nach oben zeigt. „Er möchte seine Chance mit Haut und Haaren nutzen und sich nicht zurücklehnen“, lobt der 43-Jährige den Deutsch-Kubaner, der nach seinem vielversprechenden Zweitliga-Debüt bei Arminia Bielefeld mit nur 17 Jahren lange in der Versenkung verschwunden war, bei Eintracht nun aber groß auftrumpft.
Möglich, dass der ehemalige Wolfsburger am Freitag in Dresden dennoch eine Pause erhält, nachdem Salim Khelifi gegen Fürth für ihn hatte weichen müssen. „Das System spielt immer eine Rolle“, erläutert Lieberknecht, der den kommenden Gegner in einem 4-3-3 erwartet.
Nach den positiven Auftritten der Dynamos gegen die Spitzenteams aus Stuttgart und Heidenheim weiß er nur allzu gut, was seine Elf dort erwartet, dennoch überwiegt die Freude. „Wir wissen, was uns erwartet. Ein fast ausverkauftes Haus und eine Mannschaft, die in der Vergangenheit gezeigt hat, dass sie die ganz Großen im Fußball schlagen kann“, so der Eintracht-Coach, der seinem Team in den Trainingseinheiten der laufenden Woche vor allem „Vorfreude“ auf die Partie vermitteln will. Weniger froh dürfte Quirin Moll sein. Der Ex-Dresdner muss nach der fünften Gelben Karte auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Teamkollegen verzichten und fällt ebenso aus wie Suleiman Abdullahi (Reha), Julius Biada und Phil Ofosu-Ayeh (beide Trainingsrückstand). Christoffer Nyman, der gegen Fürth eine Platzwunde erlitt, ist hingegen einsatzbereit.
Als Ersatz für Moll sind laut Lieberknecht Mirko Boland und Adam Matuschyk erste Wahl. Ebenfalls denkbar, aber unwahrscheinlicher, wäre der Einsatz von Marcel Correia oder Nik Omladic auf der „Sechs“.
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik (Baffo), Decarli, Correia - Boland, Schönfeld - Khelifi, Omladic (Hochscheidt) - Hernandez, Kumbela.
Statistik
Eintracht: Fejzic (2,5) - Reichel (3), Valsvik (4), Decarli (3), Correia (2,5) - Schönfeld (3), Moll (3) - Hernandez (2), Omladic (3) - Kumbela (3), Nyman (4).
Eingewechselt: 46. Sauer (3) für Valsvik; 77. Hochscheidt (-) für Kumbela; 83. Zuck (-) für Nyman.
Tor: 1:0 (59.) Hernandez (Vorarbeit Kumbela).
Zuschauer: 20 900
Chancenverhältnis: 9:2
Eckballverhältnis: 8:5
Gelbe Karten: Moll (5./gesperrt), Schönfeld.
Gelb-Rote Karte: Sararer (Fürth/29.)
Besondere Vorkommnisse: Schönfeld schießt Foulelfmeter (Greuther Fürths Torhüter Megyeri an Kumbela) gegen die Latte (67.).
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