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Vorbereitung auf die Abenteuerreise

Klaus Nikalayzik traf am Sonntag für den MTV beim Testspiel gegen Springe. Foto: Peter Sierigk

Die Handballer des MTV Braunschweig freuen sich auf den Drittliga-Auftakt am 3. September in der Alten Waage.

Von Daniel Beutler, 16.08.2016.

Braunschweig. Die Handballer des MTV Braunschweig sind Mitten in ihrer Vorbereitung auf die 3. Liga. Nach zwei furiosen Aufstiegen erwartet Trainer Volker Mudrow nicht allzu viel – außer dass seine Amateurtruppe unter all den Profiteams Spaß hat und Spaß macht.

Am 3. September beginnt mit dem Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck die neue Saison für die fast unveränderte MTV-Truppe. Vor Saisonstart hat Trainer Volker Mudrow nur einen Abgang zu verzeichnen. Mit Sebastian Czok kommt ein Neuzugang. „Ein Linkshänder für den rechten Rückraum. Das gibt uns mehr Möglichkeiten“, erklärt Mudrow, der somit einen großen Teil der Mannschaft vier mal in der Woche zum Training versammelt, mit der er vor drei Jahren in der Verbandsliga die Handball-Reise begann. „Wir wollen mit unseren Mitteln soweit kommen, wie wir es schaffen. Es wird ganz klar gegen den Abstieg gehen“, sagt Mudrow.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer hegt nicht zu viele Erwartungen wenn es darum geht, Ziele für die Spielzeit auszugeben. „Wir kennen die 3. Liga ja auch gar nicht. Wissen also auch nicht was auf uns zukommt“, begründet Mudrow. Vom Namen her jedenfalls schwere Gegner. Einige Zweitvertretungen von Bundesligisten sind darunter und ebenso halbprofessionelle Teams. „Wir wollen weiter unseren Handball spielen und begeisternden Sport für die Zuschauer bieten“, betont Mudrow. Die Zuschauer, oder besser gesagt, der Handball in Braunschweig ist etwas, das Mudrow und seinen Mitstreitern beim MTV am Herzen liegt. „Wir haben damals in der Verbandsliga mit 50 Zuschauern in der Ottenroder Straße angefangen. Vergangene Saison kamen bis zu 1000 Zuschauer in die Alte Waage“, staunt Mudrow noch heute über die wachsende Handball-Begeisterung in der Löwenstadt.
Die wollen die MTV’er aufrechterhalten. Die Heimspiele sollen zunehmend zum Erlebnis werden. Auf der einen Seite das Spiel, für das Mudrow eine engagierte Leistung seiner Mannschaft einfordert. Auf der anderen Seite das Event während und nach dem Spiel.

Rein sportlich werden die Braunschweiger von den Emotionen leben müssen. Der Aufstiegsrausch muss aufrechterhalten werden. Getragen von Zuschauern soll es zu den Siegen gehen. „Aber wir machen uns keine Illusionen, dass unsere Erfolgsserie ungebrochen weiter geht. In den beiden vergangenen Jahren stiegen die Aufsteiger aus der Oberliga umgehend wieder ab“, wirbt Mudrow um Verständnis, wenn es zum Auftakt nicht gleich Siege gibt. Dabei werde man sich nicht verbiegen. „Wir setzen seit Jahren erfolgreich auf die Jugendarbeit und wir haben unsere Ziele, die wir uns damals gesteckt haben, alle erreicht. Sogar schneller als geplant“, lobt Mudrow. Und so werde man an diesem Weg festhalten. Der beinhaltet auf der einen Seite eine intensive und nachhaltige Jugendarbeit. Auf der anderen Seite steht die 1. Mannschaft als Zugpferd. „Wir werden weiter unseren Handball spielen. Schnell und auf das Spielerische fokussiert“, berichtet der Trainer, der seinen Mannen den Juli trainingsfrei gab, um neue Kraft zu tanken. Seit dem 1. August läuft die Vorbereitung – Fokus hierbei: das spielerische, die Kondition kommt nebenbei. „Natürlich arbeiten wir auch am körperlichen, aber eben auch viel mit dem Ball“, erklärt Mudrow wohlwissend, dass die Gegner in der neuen Spielklasse athletisch den Braunschweigern überlegen sein werden. Profis halt, die durchweg trainieren und ganz andere Bedingungen haben. „Für uns ist weiterhin oberste Maßgabe nachhaltig zu arbeiten. Mit dem Fitnessland und Karthmann haben wir zwei sehr treue Sponsoren, die uns unterstützen. Dennoch sind wir weit weg vom Budget anderer Vereine der Liga. Aber da wollen wir so auch gar nicht hin. Wir wollen mit Braunschweiger Spielern begeistern“, fasst Mudrow zusammen.
Dabei hegt er eine Hoffnung: Die Euphorie der Vorjahre soll bleiben – auf dem Feld und auf der Tribüne.
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