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Von Sieg zu Sieg trotz Handicap

Niedersachsens beste G-Judoka treffen sich an diesem Wochenende zum Kaderlehrgang.

Von Christoph Matthies, 13.11.2011.

Braunschweig. Dass auch Menschen mit geistiger Behinderung große sportliche Leistungen vollbringen können, weiß Yvonne Franke aus jahrelanger Erfahrung. Die Trainerin der Landesauswahl hat an diesem Wochenende erneut die rund 20 talentiertesten G-Judoka Niedersachsens im Dojo des Braunschweiger Judo Clubs (Eisenbütteler Straße) um sich versammelt.

Viermal im Jahr treffen sich die Judoka mit geistiger Behinderung zum Kadertraining auf Landesebene. Die 31-jährige Franke ist seit Gründung des Landeskaders 2005 dabei. „Judotechniken beinhalten sehr komplexe Bewegungsabläufe. Man muss ein Gefühl dafür entwickeln, diese Abläufe möglichst einfach zu erklären“, berichtet die Sozialpädagogin aus Oldenburg von ihrer Arbeit mit den gehandicapten Athleten. Neben den sportlichen Erfolgen bei großen Turnieren freut sich die Trainerin besonders über die persönlichen Fortschritte ihrer Schützlinge: „Viele, die schon länger dabei sind, sind in ihrem Selbstbewusstsein enorm gewachsen.“
Auch an Motivation mangelt es den G-Judoka des Landeskaders nicht. So fiebert etwa Sian Camp vom BJC bereits dem Montag entgegen. Dann wird die 21-Jährige, die im Juni einen zweiten Platz bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Garbsen errang, ihre Prüfung für den orange-grünen Gürtel ablegen.
Abgesehen von den Kaderlehrgängen trainieren Braunschweigs Judoka mit Handicap jeden Montag von 17 bis 18 Uhr.
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