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Voller Energie und Willen: Die Wiedergeburt der Lions-Defense

Football: Seit dem German Bowl 2008 feiern die Lions mit dem 9:7 den ersten Sieg gegen Kiel.

Von Daniel Beutler, 23.06.2013

Braunschweig. Hallo German Football League, wir sind wieder wer! Mit 9:7 haben die New Yorker Lions gestern Abend Spitzenreiter Kiel Baltic Hurricanes besiegt. Die 4122 Zuschauer im Eintracht-Stadion waren elektrisiert.

„Das Stadion soll wieder ein Power-House werden“, hatte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin bei seiner Vorstellung als Headcoach im Herbst vergangenen Jahres mit Blick auf die Abwehr gesagt. Gestern war es so weit.
Mit einer unglaublich begeisternden Kraftleistung und einer fast vergessenen Dominanz hat die Lions-Defense den Angriff der Kieler nach allen Regeln der Kunst zerpflückt. Aggressiv, fast fehlerfrei und mit einer Energie, die ansteckte. Bei ihrem letzten Auftritt auf dem Feld in den letzten Minuten des Spiels saß keiner mehr auf seinem Sitz. Außer den paar Kieler Fans vielleicht.
Dass mit Marcial Williamson der beste Passempfänger der Gäste fehlte, der US-Amerikaner brach sich die Hand, ist da egal. Die Lions hatten auch ihre Bürde zu tragen. Starting-Quarterback Jose Mohler riss sich das Kreuzband im vergangenen Spiel und stieß damit zur langen Liste der Verletzten hinzu.
So übernahm Mike Friese im Angriff das Kommando, wie schon in den beiden Jahren zuvor unfreiwillig, aber wieder mal mehr als nur solide. Nach anfänglicher Nervosität führte er bald mit Hilfe des erneut löwenstarken starken Runningback David McCants die Lions in Fieldgoal-Reichweite. Kicker Tobias Goebel erzielte aus 48 Yards das 3:0. Die Hurricanes verdankten ihre ersten und einzigen(!) Punkte einem Missverständnis zwischen Friese und Receiver John Clements. Jan Abrahamsen trug den Ball 99 Yards zur 7:3-Halbzeitführung für die Canes, die mit 218 Punkten in fünf Spielen den besten Angriff der Nordgruppe stellen.
Nach der Pause machten die Hausherren da weiter, wo sie aufgehört haben. Der Angriff kam richtig in Schwung, und völlig verdient konnte McCants den ersten Drive nach der Pause mit den Punkten zum 9:7 beenden. Der Versuch, zwei Extrapunkte zu erzielen, schlug fehl.
Trotzdem wurde Kiel jetzt nervös. Strafen, Fehler und die nicht nachlassende Lions-Abwehr ließen die Hurricanes aber auch nicht nur ansatzweise in die Nähe der Lions-Endzone kommen.
Doch der Zwei-Punkte-Vorsprung war alles andere komfortabel, die Lions verpassten es, die Chancen zu nutzen, nachzulegen. Zwei Minuten vor Spielende, keine Auszeit mehr über, bekamen die Gäste noch eine letzte Chance. Aber die Defense, getragen von einem euphorischen Publikum, machte den Sensationssieg perfekt.
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