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VFL Wolfsburg: Erste Niederlage unter Trainer Andries Jonker

Am Boden: Cheftrainer Andries Jonker hilft Maximilian Arnold beim Aufstehen. Foto: regios24

1. Fußball-Bundesliga: Im Heimspiel gegen den SC Freiburg kassierten die „Wölfe“ eine 0:1-Niederlage – Zahlreiche Torchancen nicht genutzt.

Wolfsburg, 07.04.2017.

Irgendwann reißt eben jede Serie einmal – und dieses Mal waren es gleich zwei: Mario Gomez hat zum ersten Mal nicht getroffen, wenn der Cheftrainer Andries Jonker heißt. Und: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat zum ersten Mal unter Andries Jonker verloren. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg kassierten die „Wölfe“ eine 0:1 (0:0)-Niederlage und verpassten damit eine große Chance, sich im Abstiegskampf ein wenig Luft zu verschaffen.

Vor 24 179 Zuschauern war es Florian Niederlechner, der die Grün-Weißen zwölf Minuten vor dem Abpfiff schockte. Nach einem klasse Zuspiel von Nils Petersen erzielte er das goldene Tor für die Breisgauer, die am Ende als glücklicher Sieger vom Platz gingen. Denn lange Zeit hatten die Schützlinge von Trainer Christian Streich offensiv gar nicht stattgefunden.

In der ersten Halbzeit waren es die Hausherren, die den Ton angaben – und bereits nach sieben Minuten hatten die VfL-Anhänger den Torschrei auf den Lippen. Nach einer Flanke von Maximilian Arnold tauchte Mario Gomez völlig frei vor Freiburgs Schlussmann Alexander Schwolow auf, setzte das Leder aus sechs Metern allerdings knapp neben den Pfosten. Und auch zwei gefährliche Distanzschüsse von Riechedly Bazoer (12., 16.) hätten die verdiente Führung bringen können.
Alexander Schwolow durfte sich auch in der Folgezeit über Arbeit nicht beschweren: Einen Vieirinha-Knaller (29.) parierte er stark und zeigte sich auch auf dem Posten, als Mario Gomez (34.) einen Schuss von Maximilian Arnold mit der Hacke abfälschte.

Ohne Wechsel, aber mit veränderten Kräfteverhältnissen ging es in Durchgang zwei weiter. Niederlechner (46.) gab einen ersten Warnschuss knapp über das VfL-Tor ab, und mit zunehmender Spieldauer wurden die Freiburger Offensivaktionen zwingender. Nachdem Robin Knoche (48.) und Vieirinha (50.) zwei Möglichkeiten der „Wölfe“ ausgelassen hatte, wurde auf der Gegenseite ein Schlenzer von Vincenzo Grifo (58.) gerade noch zur Ecke abgefälscht.

Beide Trainer reagierten: Andries Jonker brachte mit Daniel Didavi einen neuen Kreativspieler, Christian Streich wechselte Nils Petersen ein – und hatte damit das glücklichere Händchen. Denn Petersens glänzende Vorarbeit veredelte Florian Niederlechner nur zehn Minuten später zum goldenen Tor.

In der Schlussphase versuchten die Hausherren noch einmal alles, doch es fehlte das nötige Quäntchen Glück. Borja Mayoral (86.) verpasste es, sich an seinem 20. Geburtstag selbst mit dem Ausgleich zu beschenken, und hatte obendrein noch Pech, dass Schiedsrichter Guido Winkmann nicht auf Strafstoß entschied, nachdem Georg Niedermeier ihn im Luftduell (90.) viel zu hart angegangen war.
„Wir hatten genug Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden. Wenn wir die Chancen nicht machen, können wir das Spiel nicht gewinnen“, meinte VfL-Innenverteidiger Robin Knoche nach seinem 100. Bundesliga-Einsatz und fügte hinzu: „Wir müssen dann einfach das 0:0 halten. Daher können wir uns nur an die eigene Nase fassen.“

Wölfe-Coach Andries Jonker resümierte: „Die Jungs haben in den ersten 20 Minuten zum ersten Mal, seitdem ich hier bin, so gespielt, wie wir es vorhaben. Nur haben sie das Wichtigste vergessen: Der Ball muss ins Netz – und das ist nicht passiert.“

Diese Tatsache gilt es bereits Samstag zu ändern: Von 15.30 Uhr an treten die Wolfsburger beim FC Schalke 04 an – und wieder geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
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