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VfL steckt weiter tief im Abstiegskampf

Riechedly Bazoer und Maximilian Arnold gegen Eric Maxim Choupo-Moting. Foto: regios24

1. Fußball-Bundesliga: Wolfsburger enttäuschen bei der 1:4-Niederlage beim FC Schalke 04.

Wolfsburg, 11.04.2017.

Das war nichts! Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg enttäuschten im Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 auf ganzer Linie und bleiben nach der 1:4 (0:2)-Niederlage weiter tief im Abstiegskampf stecken.

Es deutete sich früh an, dass es ein gebrauchter Nachmittag für die Mannen von VfL-Coach Andries Jonker werden sollte, der seine Elf nach der 0:1-Heimniederlage gegen Freiburg gleich auf vier Positionen verändert hatte. Luiz Gustavo kehrte nach seiner Gelbsperre in die Innenverteidigung zurück, auf der rechten Abwehrseite feierte Sebastian Jung nach 14-monatiger Verletzungspause sein Comeback. Und: Im offensiven Mittelfeld rutschten Yunus Malli und Daniel Didavi in die Startelf.

Die kalte Dusche für die „Wölfe“ gab es bereits in der sechsten Minute: Max Meyer hatte viel zu viel Platz in Strafraumnähe, bediente Guido Burgstaller, und der Österreicher überwand VfL-Schlussmann Koen Casteels zum 1:0 für die „Königsblauen“. Und nachdem Yunus Malli (17.) die Chance zum Ausgleich ausgelassen hatte, schlugen wieder die Schalker zu: Meyer schickte Eric Maxim Choupo-Moting auf die Reise, dessen flache Hereingabe verwertete Leon Goretzka (23.) zur 2:0-Pausenführung für den S04.

Die Gäste reagierten zur Pause: Für Sebastian Jung kam Jakub Blaszczykowski ins Team. Doch alle Vorhaben der „Wölfe“ waren nur drei Minuten nach Wiederanpfiff praktisch über den Haufen geworfen: Ein flacher Querpass von Choupo-Moting fiel dem frei stehenden Daniel Caligiuri vor die Füße, und ausgerechnet der Ex-Wolfsburger, der erst im Winter nach Gelsenkirchen gewechselt war, sorgte mit seinem Tor zum 3:0 für die frühe Vorentscheidung.

Auf der Gegenseite haderten die „Wölfe“ in der Folgezeit gleich doppelt mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Benjamin Brand: Nach einem Foul an Mario Gomez (60.) blieb der fällige Elfmeterpfiff ebenso aus wie beim Handspiel von Matija Nastasic (67.). Bitter für den VfL, der obendrein noch das 0:4 durch Guido Burgstaller (77.) hinnehmen musste. So war das 1:4 durch Mario Gomez zwei Minuten später, der einen Foulstrafstoß souverän verwandelte, letztlich nicht mehr als Ergebniskosmetik aus Sicht der Gäste.

„Die ersten 20 Minuten waren im Prinzip grottenschlecht. Ich bin nach guten Spielen auch nicht euphorisch geworden und werde jetzt nach 23 sehr schlechten Minuten nicht in Panik verfallen und ruhig bleiben. Wir werden hart weiterarbeiten und schauen, wie wir es in den nächsten Partien besser lösen können“, konstatierte VfL-Chefcoach Andries Jonker.

Selbstkritisch zeigten sich die VfL-Spieler. „Wir haben uns viel vorgenommen, und der Trainer hat uns wieder gut eingestellt, so dass wir wussten, was auf uns zukommt. Die ersten 20 Minuten haben wir verschlafen und hatten beim Anlaufen in der Offensive überhaupt keinen Zugriff“, meinte Daniel Didavi: „Man hatte nie recht das Gefühl, dass wir das Spiel noch drehen können oder dass wir nun am Zug sind.“

„Viele Situationen kann man verteidigen oder verhindern. Wir müssen einfach noch mehr verinnerlichen, was der Trainer uns sagt“, sagte Rückkehrer Luiz Gustavo und ergänzte: „Wir werden immer weiter kämpfen und alles geben, damit wir aus dieser Situation rauskommen.“
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