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VfL-Frauen: Keine Zeit, die „Wunden“ zu lecken

Aus gegen Lyon. Foto: regios24

Nach Viertelfinalaus geht es am Sonntag um Punkte.

Wolfsburg, 31.03.2017.

Die Leistung stimmte – die Ausbeute war zu wenig: Die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind im Viertelfinale der Champions League unglücklich ausgeschieden. Nach der 0:2-Hinspielniederlage gegen Olympique Lyon war der 1:0 (0:0)-Erfolg vor 14 000 Zuschauern im Rückspiel in Frankreich zu wenig für die Schützlinge von Trainer Ralf Kellermann.

Raus mit Applaus: So ließen sich die beiden Auftritte der „Wölfinnen“ zusammenfassen. Und sah es auch der VfL-Coach: „Wenn man beide Spiele nimmt und die kompletten 180 Minuten betrachtet, dann waren wir die bessere Mannschaft. Wie im Hinspiel schon hätten wir das eine oder andere Tor mehr schießen müssen.“ Kellermann war „sehr, sehr stolz darauf, wie wir uns hier präsentiert haben. Wir haben uns sehr gut verkauft und haben Lyon beherrscht, was uns vorher vielleicht die wenigsten zugetraut hätten.“

Trotz Chancen auf beiden Seiten ging es torlos in die Kabine, wobei Lyon, das als weltbeste Vereinsmannschaft gilt, Pech bei einem Pfostenkopfball von Eugenie Le Sommer (17.) hatte. Auf der Gegenseite klatschte das Leder ebenfalls einmal ans Aluminium, als Wendie Renard eine scharfe Flanke von Caroline Hansen per Kopf an den eigenen Pfosten lenkte. Und: Keine 60 Sekunden später zwang Pernille Harder Lyons Keeperin Sarah Bouhaddi mit einem Flachschuss zu einer Glanztat.
Im zweiten Durchgang zog sich Lyon dann mehr und mehr zurück und verwaltete den 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel nur noch. Und dennoch wurde es in der Endphase noch einmal spannend. Pernille Harder drang energisch in den Strafraum ein, wurde von Kadeisha Buchanan gefoult – es gab Strafstoß. Caroline Hansen verwandelte zum 1:0 (82.) für den VfL, dem noch knapp zehn Minuten blieben, um den zweiten Treffer zu erzielen und somit die Verlängerung zu erzwingen.

Die „Wölfinnen“ versuchten alles – letztlich vergebens. Und so durfte Lyon nach bangen Schlussminuten über den Halbfinaleinzug jubeln. „Dass wir trotz dieser Leistung ausgeschieden sind, darüber sind wir alle tief enttäuscht“, so Ralf Kellermann.

Viel Zeit, die „Wunden“ zu lecken, bleibt den Grün-Weißen allerdings nicht. Denn bereits am Sonntag (14 Uhr) steht im heimischen AOK Stadion die nächste Bundesliga-Aufgabe auf dem Programm. Zu Gast ist dann der Tabellenachte TSG Hoffenheim. Und wollen die Wolfsburgerinnen im Titel-Zweikampf mit Spitzenreiter Turbine Potsdam nicht wichtigen Boden verlieren, dann sollten die drei Punkte beim VfL bleiben.
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