Anzeige

Vechta leistet Schützenhilfe

Fast 13 Minuten stand der 21-jährige Martin Bogdanov (rechts) gegen Berlin auf dem Parkett. Foto: T.A.

Basketball: Phantoms gegen Alba ohne Chance.

Von Christoph Matthies, 20.04.2014.

Braunschweig. Der Cheftrainer mit Fieber im Bett, zwei Leistungsträger mit „Rücken“ nicht einsatzfähig: Nein, am Gründonnerstag war von den Phantoms gegen die starke Defense von Alba Berlin kaum mehr zu erwarten als die 54:69 (26:34)-Heimniederlage.

Den Basketballern aus der Bundeshauptstadt reichte eine allenfalls mittelmäßige Leistung gegen die geschwächten Braunschweiger, die mehr als sonst auf ihren Nachwuchs vertrauen mussten. „Wir waren heute eigentlich nicht gut genug, um dieses Spiel zu gewinnen“, stellte Berlins Headcoach Sasa Obradovic seiner Mannschaft nach der Partie kein gutes Zeugnis aus, „aber ohne McElroy und Florence ist Braunschweig ein ganz anderes Team.“

Trotz der Ausfälle der beiden Aufbauspieler, die mit Rückenbeschwerden fehlten, begannen die Phantoms ambitioniert und führten nach zehn Minuten gar mit 20:16. „Die Mannschaft hat sich der schweren Situation gestellt und mit Leidenschaft gekämpft“, lobte Coach Lars Masell die Einstellung seines dezimierten Kaders. Masell gab sein BBL-Debüt als Cheftrainer, da Raoul Korner das Spiel mit Fieber nur vor dem Liveticker verfolgen konnte.

Im zweiten Viertel wurde Berlin stärker, vor dem Schlussabschnitt war die Begegnung beim Stand von 37:53 dann bereits entschieden. Am Ende sorgten 19 Ballverluste und 16 Offensiv-Rebounds der Gäste dafür, dass die „Albatrosse“ fast 30 Würfe mehr auf den Korb abfeuerten als die Braunschweiger. Bei denen erwischte besonders Isaiah Swann keinen guten Tag: Dem BBL-Topscorer gelang nur ein Pünktchen gegen die auf ihn fokussierte Alba-Verteidigung. „Isaiah hat die Mannschaft heute getragen. Auch wenn es die Statistik nicht wiedergibt, hat er uns heute viel gegeben“, stellte sich Masell vor seinen Star, der kaum zu freien Würfen gekommen war.

Trotz der Niederlage fiel Robert Kulawick hinterher etwas Positives ein: „Es ist schön, dass unsere Jugendspieler heute viel spielen durften und uns auch viel geben konnten“, so der Phantoms-Scharfschütze. Noch wichtiger: Durch Tübingens gleichzeitige Pleite in Vechta sind die Phantoms dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.