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„Unbekümmert ins Spiel gehen“

Immanuel McElroy litt unter der Woche an einer Muskelverhärtung, soll heute aber spielen. Foto: SH

Basketball-Bundesliga: Die Phantoms treten heute um 17 Uhr beim Serienmeister in Bamberg an.

Von Christoph Matthies, 10.11.2013.

Braunschweig. Als klarer Außenseiter sind die Phantoms gestern nach Bamberg gereist. Nicht nur die Statistik spricht gegen Braunschweigs Basketballer, wenn es am heutigen Sonntag um 17 Uhr zum Duell mit dem amtierenden BBL-Champion kommt.

Würde man zu Sarkasmus neigen, man hätte den Phantoms den Rat geben können, sich die lange Busfahrt nach Bamberg doch einfach zu ersparen. Seit März 2008 haben die Korbjäger aus der Löwenstadt nicht mehr gegen die Franken gewonnen. Phantoms-Headcoach Raoul Korner machen solche Negativserien aber nicht bange, im Gegenteil: „Das ist doch ein netter Streak, um ihn zu beenden“, kommentiert der Österreicher die 15 Niederlagen in Folge mit gesundem Optimismus. Tatsächlich bietet so eine Außenseiterrolle immer auch gewisse Vorteile. Findet auch Korner: „Wir haben nicht viel zu verlieren und können unbekümmert ins Spiel gehen“, glaubt der Trainer, betont aber im gleichen Atemzug, dass man sich natürlich dennoch konzentriert und gewissenhaft auf den Gegner vorbereitet habe.
Die Bamberger, zuletzt vier Jahre in Folge Deutscher Meister, konnten die meisten Leistungsträger der vergangenen Saison halten, lediglich den NBA-erfahrenen Bostjan Nachbar zog es zum FC Barcelona. Tragende Säulen wie Aufbau Anton Gavel, Scharfschütze Casey Jacobsen oder das Center-Tandem Maik „Dwight“ Zirbes und Sharrod Ford blieben „Freak City“, wie sich die Stadt in Oberfranken wegen ihrer Basketball-Klatsche gern selber nennt, dagegen erhalten. Verstärkt wurde der aktuelle Tabellenfünfte (Niederlagen in München und Quakenbrück) mit Topleuten, darunter Guard Zack Wright, der nach seiner ersten Profistation in Braunschweig eine steile europäische Karriere hingelegt hat.
Die größte Baustelle seiner Phantoms sieht Korner nach der schwachen zweiten Halbzeit gegen Tübingen in der Defensive. „Wir müssen Bambergs Pick-and-Roll stoppen, ihnen die Penetration wegnehmen und ihren Werfern auf den Füßen stehen“, gibt der Coach eine deutliche Marschrichtung vor, um endlich wieder einen Sieg aus der Brose Arena zu entführen. Und immerhin eine Statistik spricht eindeutig für den BBL-Neuling Korner: „Ich habe noch nie in Bamberg verloren.“
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