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„Um Erfolg zu haben, braucht man Konstanz“

Fußball: Eintrachts Sportlicher Leiter Marc Arnold über den bisherigen Saisonverlauf und Wünsche für 2013.

Von Elmar von Cramon, 26.12.2012.

Braunschweig. Zu Weihnachten legte Eintracht seinen Fans diesmal gleich mehrere Highlights unter den Christbaum. Nach vorzeitigem Klassenerhalt und Herbstmeisterschaft überwintert die Mannschaft dank eines traumhaften Saisonverlaufs sogar auf dem ersten Tabellenplatz. Zudem legten sich die Blau-Gelben ein komfortables 15-Punkte-Polster auf die Nichtaufstiegsplätze zu und entließen ihre Anhänger mit einem spannenden 4:3-Sieg gegen Union Berlin in die Winterpause. Die nB sprach mit Eintrachts sportlichem Leiter Marc Arnold über den Saisonverlauf der Superlative.

?Herr Arnold, wie haben Sie die bislang so erfolgreiche Spielzeit erlebt?

!Wir freuen uns sehr über das Erreichte. Nach dem Herbstmeistertitel haben wir den Schwung auch in die ersten beiden Rückrundenspiele mitgenommen. Gegen eine ambitionierte Mannschaft wie Union Berlin haben wir im Vorjahr keinen Punkt geholt, in dieser Saison aber die Maximalausbeute von sechs Zählern erzielt. Solche Zahlen sprechen für eine enorme Weiterentwicklung unserer Mannschaft. Es fällt immer schwerer, noch Attribute für diesen tollen Saisonverlauf zu finden.

?Was macht Eintracht aktuell so erfolgreich?

!Um Erfolg zu haben, braucht man Konstanz. Diese scheinen wir besser an den Tag zu legen als andere Teams. Union Berlin und Hertha BSC haben sich zum Beispiel erst im Verlauf der Hinrunde gesteigert, während Kaiserslautern in den letzten Partien ein wenig abgefallen ist. Unsere Konstanz gibt uns die Gewissheit, zu Recht dort oben stehen zu dürfen.

?Überregional kommt Eintracht als „Underdog“ trotz der überragenden Bilanz nicht ausschließlich gut weg. Was entgegnen Sie Leuten, die „Glück“ als Erklärung für den Erfolg heranziehen wollen oder müssen?

!Da stehen wir drüber und interessieren uns ausschließlich dafür, wie die Tabelle aussieht. Ein schlechter Kader ohne gute Einzelspieler wurde uns schon vor der Saison bescheinigt. Wir freuen uns darüber, dass man auch ohne vermeintliche Hochkaräter durch Geschlossenheit etwas erreichen kann. Manchmal ist es von Vorteil, unterschätzt zu werden.

?Mit Matthias Henn und Marcel Correia feierten zwei Akteure kürzlich ihr überraschendes Comeback. Zum Trainingsstart werden weitere Akteure zurückkehren. Wird es weitere Veränderungen im Kader geben?

!Sind alle Spieler fit, stößt man bei der momentanen Kadergröße an die Grenzen in Sachen optimaler Trainingsgestaltung. Wir denken sowohl darüber nach Spieler abzugeben, können uns aber auch personelle Ergänzungen vorstellen.

?Welches Anforderungsprofil sollten potenzielle Kandidaten angesichts des Tabellenstandes erfüllen?

!Die Spielerauswahl erfolgt unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Kommt ein neuer Spieler im Winter, sollte er die Qualität haben, uns sofort weiterzuhelfen. Gleichzeitig sehen wir Neuverpflichtungen immer als perspektivisch an, es sollte also noch Steigerungspotenzial vorhanden sein.

?An welche Momente erinnern Sie sich im zurückliegenden Jahr besonders gern?

!Das erfolgreiche Auftaktspiel gegen Köln, aber auch die Partie gegen Hertha BSC vor ausverkauftem Haus unter blauem Himmel. Ganz besonders natürlich auch das letzte Spiel gegen Union Berlin, das uns ein außergewöhnliches Highlight beschert hat.

?Was wünschen Sie sich für das neue Jahr?

!Unseren Spielern wünsche ich, dass sie frei von Verletzungen bleiben. Ich habe mich sehr für Matthias Henn nach seinem Comeback gegen Union Berlin gefreut und hoffe, dass Björn Kluft nach ähnlichem Leidensweg ebenfalls bald wieder auf dem Platz steht. Ansonsten wünsche ich mir, dass wir die momentane Euphorie in Braunschweig durch weiterhin gute Leistungen noch lange anhalten lassen.
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