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„Über uns lacht ganz Basketball-Deutschland“

Baskets-Trainer Liviu Calin zieht Bilanz bei Spielern und Saison – Entscheidung über Klassenzugehörigkeit Anfang kommender Woche.

24. 05. 2009.

Braunschweig (sewa). Während die Profis bereits eine Einigung mit ihren Top-Sponsoren vermelden konnten, ist die sportliche Zukunft der Talentschmiede SG Braunschweig weiterhin ungewiss.

Mit Trainer Liviu Calin hielt man zwar die Klasse, ob der Verein in der kommenden Saison jedoch erneut in der ProB antreten kann, ist unklar. Noch fehlen Zusagen von Geldgebern aus der Wirtschaft, mit einer Lösung wird Anfang kommender Woche gerechnet.
„Das war eine der schwersten Meisterschaften die ich hier je erlebt habe“, resümiert Calin sichtlich erleichtert. „Zwei Wochen vor Saisonschluss waren wir fast abgestiegen und sind noch Sechster geworden. Wir haben fünf starke Spieler vor der Saison verloren, Zack Wright sowieso, er spielt jetzt in Frankreich erste Bundesliga. Sie alle zu ersetzen war schwierig. Dann kam Ivan Jenkins, wir haben mit ihm fünf von sechs Spielen gewonnen, bis er sich verletzt hat. Er hat die Mannschaft gepusht, eine fantastische Saison gespielt. Als wir gegen Landshut verloren haben, hat er geweint wie ein Kind.“
An Kritik mit dem ehemaligen Phantoms-Trainer Emir Mutapcic spart sein ehemaliger Co-Trainer zum Abschied jedoch nicht. „Er kam aus Berlin, die hatten damals mit Pesic ein sehr gutes Jugendprogramm entwickelt, vielleicht das beste. Wir erhofften uns schon, dass er unsere Jugend-Kooperation weiter voran bringen wird. Ich habe das Programm in Braunschweig mitentwickelt und wir haben in den vergangenen Jahren fast zehn Nationalspieler verloren, das schmerzt. Ganz Deutschland lacht über uns. Wir hatten sie hier und haben sie ziehen lassen. Während der Zeit von Emir Mutapcic habe ich beispielsweise versucht, Per Günther nach Braunschweig zu holen. Aber er hat uns eine Absage gegeben, weil er in der ersten Bundesliga keine Einsatzzeit für sich gesehen hat. Es kann nicht sein, dass man deutsche Spieler erst bringt wenn man mit 30 Punkten vorne liegt.“
Calin ist, wie einst auch Mutapcic, mit einem Trainer-Vertrag der Phantoms ausgestattet. Dort zeigt man sich erstaunt über die Kritik der letzten Wochen. „Über die Zukunft der SG entscheiden letztlich nicht wir, sondern der MTV und die Freien Turner“, betont Geschäftsführer Oliver Braun. Ich würde mir eine Dreiecks-Kooperation mit den Wolfenbüttel Dukes in der ProA, den Baskets in der ProB und uns in der Ersten Bundesliga wünschen.“
Braun rechnet im Verlauf der kommenden Woche mit einer Entscheidung, ob die SG den Rückzug von mindestens drei Hauptsponsoren zur nächsten Saison und damit eine mittlere fünfstellige Summe kompensieren kann oder auf einen Start in der ProB verzichten muss. Nach Informationen unserer Zeitung steht man kurz vor einer Einigung.
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