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„Über die Schmerzgrenze hinaus gehen“

Wollen sich in München gut aus der Affäre ziehen: Mirko Boland und seine Mitspieler. Foto: Hübner

Fußball: Eintracht tritt heute im DFB-Pokalachtelfinale bei Bayern München an – Marc Pfitzner fällt länger aus.

Von Elmar von Cramon, 03.03.2015.

Braunschweig. Ein Hauch von Erstliga-Fußball wird für Eintrachts Zweitliga-Kicker heute Abend wehen, wenn um 20.30 Uhr das DFB-Pokalachtelfinale gegen den FC Bayern angepfiffen wird. Zwar dürften die Chancen auf ein Weiterkommen nicht allzu großer Natur sein, trotzdem wollen sich die Blau-Gelben nicht bloß in Ehrfurcht üben. In den Punktspielen der Vorsaison lieferten die Löwen zwei gute Leistungen gegen die Münchner ab, unterlagen am Ende aber jeweils mit 0:2.

„Die Niederlage gegen Darmstadt war ein Schlag in die Magengrube. Sich davon zu erholen, ist eine Herausforderung“, gibt Torsten Lieberknecht offen zu, dass ihn das in letzter Sekunde verlorene Spiel noch beschäftigt. Andererseits freue man sich auf die Chance, in der ausverkauften Allianz-Arena gegen den Rekordmeister antreten zu dürfen: „Wir werden uns gut vorbereiten und wollen uns gut präsentieren“, so der Eintracht-Coach, der aufgrund der großen Dominanz des FC Bayern im Oberhaus naturgemäß bescheidene Ziele formuliert: „Wir wollen uns mit Kräften wehren und uns besser aus der Affäre ziehen als so mancher Erstligist zuletzt.“
In der Tat zeigten die Bayern in der jüngsten Vergangenheit so manchem Gegner überdeutlich die Grenzen auf: Während der 1. FC Köln vergangene Woche beim 1:4 noch gut bedient war, unterlag der SC Paderborn vor heimischer Kulisse mit 0:6, den HSV fertigte die Guardiola-Elf in der Allianz-Arena gar mit 8:0 ab.
Auch deshalb richtet Lieberknecht an sein Team die Forderung, „mehr als aufopferungsvoll mit dem Herz am rechten Fleck Fußball zu arbeiten.“ Rund 4200 Anhänger werden die Löwen als krassen Außenseiter unterstützen. Diese will der 41-Jährige nicht enttäuschen und ist sich sicher, dass seine Mannschaft „über die Schmerzgrenze hinaus gehen wird.“ Mit einem Schmunzeln offenbart Lieberknecht dann auch seine taktischen Pläne: „Wir werden die Bayern des Öfteren in unserem Sechzehner einschnüren und müssen sie dort unter Druck setzen.“
Personell müssen die Löwen erneut mit Rückschlägen leben. Zwar kehrt der in Darmstadt gelbgesperrte Ken Reichel in die Mannschaft zurück, dafür hat es nun Marc Pfitzner erwischt. Der Mittelfeldspieler zog sich in Darmstadt eine Gesäßmuskelzerrung zu und muss voraussichtlich mehrere Wochen pausieren. Ebenfalls ausfallen werden Havard Nielsen (Muskelfaserriss), Deniz Dogan (muskuläre Probleme) und der langzeitverletzte Torsten Oehrl. Ein Fragezeichen steht hinter Marcel Correia, der zu Wochenbeginn über Knieprobleme klagte.
So könnten sie spielen : Gikiewicz - Hedenstad, Reichel, Decarli, Kessel - Vrancic, Theuerkauf - Boland, Hochscheidt, Omladic (Kruppke) - Berggreen (Ryu).
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