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Über Berlin nach Innsbruck

Anthony Dable war in Berlin eine verlässliche Anspielstation im Lions-Angriff. Foto: Reißner

Football: Nach zwei Siegen in der Liga steht am Wochenende das erste Spiel im Big6-Turnier an.

Von Daniel Beutler, 28.04.2015.

Braunschweig. Der saisonübergreifend 21. Sieg der New Yorker Lions in der Football-Bundesliga war am Sonnabend eine Frage der Geduld. Lange hielten die Berlin Rebels das Spiel offen, mussten sich am Ende aber deutlich der individuellen Klasse geschlagen geben. In Halbzeit zwei drehten die Lions auf und holten mit einem am Ende deutlichen 31:9-Sieg die nächsten zwei Punkte.

Mit vollem Risiko hatten die Rebels versucht, dem amtierenden Deutschen Meister Paroli zu bieten. Ein Ansatz, der fast klappte, letztlich jedoch an der wieder richtig starken Lions-Abwehr scheiterte. Aber einer, der das Spiel lange Zeit offen hielt. Denn der Braunschweiger Angriff hatte zu Beginn Schwierigkeiten, gegen die aggressive Abwehr der Gastgeber die Lücken zu finden. Das klappte zunächst nur selten, aber in der ersten Hälfte oft genug, um verdient mit einer 10:6-Führung in die Pause zu gehen.
In den beiden Schlussvierteln wurde es dann deutlich. Der große Unterschied: Die Lions machten die Big-Plays, hatten die individuelle Klasse. Wie beim 24:9 durch Anthony Dable. Der Wide-Receiver setzte sich eine Minute vor dem vierten Viertel mit Kraft und Willen gegen vier Rebels-Verteidiger durch und sprintete langen Schrittes über das halbe Feld zur Vorentscheidung. Im Vergleich zur Vorwoche war bei den Braunschweigern ein Fortschritt im Angriff zu sehen. Das lief schon besser, aber es war nur ein kleiner Schritt.
Was den Lions-Trainern in dem umkämpften Spiel nicht gefallen haben dürfte, war die Anzahl der Strafen. Beide Mannschaften leisteten sich unnötige Raumverluste durch unerlaubte Aktionen. Besonders ärgerlich: Gleich in der ersten Aktion trug Dable den Kick-off bis an die Berliner 15-Yard-Linie – eine Strafe gegen die Braunschweiger wegen Blockens in den Rücken machte dies aber umgehend zunichte.
Alles beim Alten also, die Lions gewinnen mal wieder. Neuerung dagegen beim Stammverein, dem 1. FFC Braunschweig. Am Wochenende gaben die Verantwortlichen die Aufgabe des alten Vereinslogos bekannt. Neuerdings ziert der Löwenkopf, den die 1. Mannschaft erfolgreich durch die Spiele trägt, auch das offizielle Logo.
Am Sonnabend in Innsbruck wartet jetzt ein anderes Kaliber. Die Swarco Raiders haben jüngst die Vienna Vikings mit 30:19 geschlagen. Eben jene Vikings, gegen die die Lions im Vorjahr alt aussahen. Ein schwerer Gegner also, soviel steht fest.
Und die Lions sind fast schon zum Siegen verdammt. Bei drei Teams pro Gruppe im Big6-Wettbewerb und zwei Spielen, gegen jeden Kontrahenten eines, ist eine Niederlage nur schwerlich zu verkraften. Im vergangenen Jahr kamen die Braunschweiger zwar mit großem Glück nach der Auftakt-Niederlage gegen Wien ins Finale. Aber darauf sollte man nicht erneut setzen.
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