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U23-Sieg – Turner verlieren Anschluss

Hat momentan überhaupt keinen Grund, kritisch zu blicken: Eintrachts U23-Trainer Henning Bürger. Foto: Agentur Hübner

Norderstedt Samstag im Prinzenpark – Mindestlohn sorgt für Wirbel in der Fußball-Regionalliga.

Von Jonas Dräger, 24.02.2015.

Braunschweig. Die U23-Fußballer von Eintracht Braunschweig haben die Winterpause gut überstanden und das Heimspiel gegen den FC St. Pauli II am Ende verdient mit 2:0 gewonnen. Die Turner verloren unterdessen das Kellerduell beim BSV Rehden mit 1:2.

„Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, das hatten wir ganz anders geplant, waren dann aber aggressiver und haben verdient gewonnen“, sagte Eintracht-Coach Henning Bürger nach der Begegnung. Sein Team hatte vor allem in der ersten Hälfte nicht ins Spiel gefunden, profitierte aber auch von einem schwachen Auftritt der Gäste aus der Hansestadt. Haris Huseni hatte die beste Gelegenheit, vergab jedoch freistehend vor dem Gästekeeper.
Die zweite Halbzeit begann für die Junglöwen perfekt. Huseni wurde im Strafraum gelegt, und Niclas Erlbeck verwandelte, mit etwas Glück, den fälligen Strafstoß zur 1:0-Führung (47.). Die endgültige Entscheidung fiel in der Nachspielzeit. Tom Trybull sah nach einem Handspiel an der Strafraumkante die Gelb-Rote Karte. Den fälligen Freistoß schlug Jenni Marquardt so scharf, dass Pauli-Keeper Brodersen sich den Ball in den eigenen Kasten schaufelte (92.).
Die Freie Turnerschaft unterlag währenddessen zum Rückrundenauftakt beim direkten Konkurrenten BSV Rehden. Die Halbzeitführung durch Stucki, nach starker Vorarbeit von Ersin Arayici (40.), konnte der BSV noch drehen. Nach Freistoß von Kevin Artmann traf zunächst Marcel Sutter per Kopf zum Ausgleich (64.), ehe Danny Arend nach einem Konter den Siegtreffer erzielte (74.)
Am kommenden Samstag empfangen die Freien Turner den FC Eintracht Norderstedt um 14 Uhr im Prinzenpark. Eintracht hat derweil spielfrei.
Wirbel um Mindestlohn
Für Wirbel in der Regionalliga sorgte zwischenzeitlich die Entscheidung des Goslarer SC, seine Spieler zukünftig nur noch freiwillig zum Training kommen zu lassen. Die kuriose Entscheidung hatte allerdings einen ernsten Hintergrund. Die Vereine sind verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Spieler zu dokumentieren. Für die Goslarer, die bis zu 450 Euro im Monat verdienen, stellte sich die Frage, was konkret zur Arbeitszeit gehört: die Fahrzeit zu den Spielen, das Training, Massageeinheiten oder etwa die Halbzeitpause während eines Spieles? Um Strafzahlungen zu verhindern, war der GSC zu seinem kuriosen Schritt bereit.
Auch andere Vereine waren aufgrund der Mindestlohnregelung etwas irritiert. „Ich bin da, ehrlich gesagt, überfragt,“ gestand Eintrachts U23-Coach Henning Bürger, und Stefan Pralle vom Ligakonkurrenten aus Havelse betonte, dass man keine Versicherung über die Berufsgenossenschaft hätte, würde man sich am Goslarer Modell orientieren.
Am Montag kam jedoch die erleichternde Nachricht für die Liga aus Berlin: Die Mindestlohnregelung gilt nicht für Amateur-Vertragsspieler, erklärte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Ganz unumstritten ist die Aussage der Ministerin jedoch nicht. Daher forderten gestern bereits einige Arbeitsrechtler eine konkrete Änderung des Gesetzes.
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