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Tübinger Dreierregen schrumpft die Löwen zu Kätzchen

Carlton Guyton erzielte gegen Tübingen elf Punkte. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Braunschweig verliert in eigener Halle mit 70:98.

Von Christoph Matthies, 22.10.2016.

Braunschweig. Wer nach der üblen 48-Punkte-Packung in Bayreuth mit der Erwartung in die VW-Halle gekommen war, die Löwen würden eine Trotzreaktion zeigen, wurde am Samstagabend enttäuscht. Gegen den Mit-Abstiegskandidaten aus Tübingen setzte es eine empfindliche 70:98 (34:46)-Pleite.

Nur ein Viertel lang konnten die Braunschweiger gegen die Schwaben mithalten, 19:19 stand es nach zehn Minuten, bevor es, wie in Bayreuth, im zweiten Viertel langsam aber stetig bergab ging. „Tübingen ist bisher eines der am besten werfenden Teams in der Liga, und wir haben es nicht geschafft, sie zu stoppen“, erklärte Löwen-Trainer Frank Menz nach der Partie den Dreierregen, der über seine Mannschaft niederging.

Mit 67 Prozent (18/27) von der Dreierlinie erwischten die Tigers tatsächlich einen außergewöhnlich guten Tag – allerdings stellten sich die Löwen bei der Perimeter-Verteidigung auch denkbar schlecht an. Immer wieder standen die gelben Verteidiger zu weit weg von den in schwarz gekleideten Gästen, die einen langen Ball nach dem anderen abfeuerten.

Etwa im dritten Viertel, als die Hoffnung auf ein Comeback nach einem Zwölf-Punkte-Defizit zur Pause schnell erlosch. Warum? Die Löwen begannen nun ihrerseits endlich ihre Distanzwürfe zu treffen, doch hinten schliefen sie dafür. Dreimal in den ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel stand Tübingens Topscorer Garlon Green (17 Punkte, fünf Dreier) an der 6,75 Meter vom Korb entfernten Linie frei, und der Bruder des NBA-Spielers Gerald Green bestrafte das gnadenlos.

Auch Jared Jordan, Tübingens routinierter Spielmacher, der mit 15 Punkten und acht Assists ohne einen einzigen Ballverlust glänzte, hätte etwa zweieinhalb Minuten vor der letzten Viertelpause noch ein Stück Baumkuchen verdrücken können, so viel Platz hatte er beim Dreier. Den Baumkuchen-Genuss sparte er sich, den Wurf versenkte er trotzdem, und beim Stand von 50:64 war den meisten der 1912 Zuschauer klar, dass sie hier wieder Zeuge einer Löwen-Niederlage werden würden. Zumal die Gastgeber ihrerseits erneut schwach von der Dreierlinie trafen (6/23, 26 Prozent).

Gegenwehr von Seiten der Löwen gab es fortan gar nicht mehr, so dass das Ergebnis nun deutlich wurde. Selbst Carlton Guyton oder Geoffrey Groselle, die zu Beginn noch ansprechend gespielt hatten, gaben nun keinerlei Impulse mehr. Am Ende stand die fünfte Niederlage in Folge, der drittletzte Tabellenplatz und die immer lauter werdenden Zweifel, ob mit diesem spielenden Personal der angestrebte Klassenerhalt überhaupt nur ansatzweise realistisch ist.

Für die Löwen punkteten: Medlock 13, Guyton 11, Simon 9, Freese 9, Groselle 9, Schwartz 5, Pierre 5, Klepeisz 4, Figge 3, Theis 2, Lagerpusch.
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2 Kommentare
36
Oliver Pawlik aus Braunschweig - Innenstadt | 24.10.2016 | 09:01  
7
Jens Nack aus Braunschweig - Innenstadt | 24.10.2016 | 17:00  
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