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Trotz Niederlage sind die Playoffs noch drin

Kapitän Nicolai Simon gehörte in Würzburg zu den besten Löwen. Foto (Archiv): Hübner

Basketball-Bundesliga: Das 68:69 in Würzburg bedeutete dennoch einen herben Rückschlag im Rennen um Platz acht.

Von Christoph Matthies, 26.02.2016.

Braunschweig. Selten hatte man in der Pressekonferenz nach einer Bundesliga-Partie einen derart zerknautschten Raoul Korner erlebt. Der Cheftrainer der Löwen-Basketballer ging nach der 68:69 (37:28)-Niederlage am Donnerstagabend in Würzburg hart mit seinem Team ins Gericht.

„Für mich war das eine extrem enttäuschende Leistung“, so Korner. „Wir wussten, dass das Spiel für uns mehr oder weniger ’do or die‘ für die Playoffs ist. Es ist bitter, dann so eine Leistung von der Mannschaft zu bekommen.“ Doch so hundsmiserabel wie der Österreicher hatten viele andere Beobachter die Braunschweiger, die immerhin ohne drei verletzte Stammspieler angetreten waren, gar nicht gesehen.

Nachdem sie Ende des ersten Viertels durch einen „Buzzerbeater“ von Jermaine Anderson in Führung gegangen waren, erhöhten die Löwen diese bis auf 14 Zähler. Erst 41 Sekunden vor Spielende konnten die Würzburger die Führung wieder an sich reißen: Der Dreier von Maurice Stuckey zum 69:68 war zugleich der Endstand.

„Wir hatten am Ende zu viele Einzelaktionen und haben zu viel im Pick-and-Roll probiert“, räumte Kapitän Nico Simon, der ein ordentliches Spiel zeigte und mit 13 Zählern Löwen-Topscorer wurde, ein, dass man das Erfolgsrezept der ersten 30 Minuten verlassen hatte. Es hätte den Gästen aber gewiss auch geholfen, wenn sie mehr als 47,6 Prozent (10/21) ihrer Freiwürfe getroffen hätten. Nicht erst seit Donnerstagabend sind die Braunschweiger das mit Abstand schwächste Freiwurf-Team der Liga (67,4 Prozent).

Ein Blick auf die BBL-Tabelle ist ernüchternd: Die Löwen auf Rang zehn liegen nun bereits drei Siege hinter Ulm und Würzburg, die auf den letzten Playoff-Plätzen rangieren. Bei genauem Hinsehen scheint der Kampf um Platz acht allerdings doch noch nicht aussichtslos. Während die Löwen in den nächsten drei Partien auf die Kellerkinder aus Bremerhaven, Crailsheim und Weißenfels treffen, muss Würzburg gegen die in der Tabelle besser postierten Teams aus Ludwigsburg, Oldenburg und Ulm ran. Sollten die Löwen ihre Pflichtaufgaben lösen, dürfte es um die Laune von Coach Korner also schon wieder etwas besser bestellt sein.
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