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Trainer wirbt um Verständnis

3. Fußball-Liga: Eintracht schließt „Englische Woche“ mit einem 1:1 gegen Werder Bremen II ab

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. Mit einem 1:1 gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen schlossen die Drittligafußballer von Eintracht gestern die „Englische Woche“ ab.

Nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen Jena und Aalen hatten sich viele Anhänger einen Sieg gewünscht und quittierten die über weite Strecken dargebotene spielerische Magerkost nach Ende der 90 Minuten mit Pfiffen.
Das verstand Trainer Torsten Lieberknecht jedoch überhaupt nicht und erinnerte an die Aufbauarbeit, die er mit seinen Spielern in den vergangenen Monaten geleistet hatte, um Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren: „Ich habe eine Mannschaft übernommen, die in sich zerstritten und in einer schlechten körperlichen Verfassung war. Wir haben der ganzen Sache wieder Leben eingehaucht. Ich habe manchmal das Gefühl, das vergessen jene Leute, die pfeifen, sehr schnell.“ Lieberknecht warb außerdem um Verständnis für die Tatsache, dass man mit sechs U23-Akteuren in die Partie gegangen war und mit Selim Aydemit sogar ein A-Jugendlicher debütierte. Seit der Aalen-Partie waren Dennis Brinkmann und Dennis Kruppke ausgefallen, einige der Blau-Gelben gingen zudem angeschlagen ins Spiel.: „Ich bin stolz darauf, dass wir es heute trotzdem geschafft haben, diszipliniert aufzutreten.“
Arm an Höhepunkten war die Anfangsphase, bis Eintracht in der 23. Minute unnötig in Rückstand geriet. Jan Schandas Kopfballabwehr landete bei Perthel, der von Holger Wehlage nicht entschlossen genug attackiert wurde. Seine Hereingabe sprang von Christian Lenzes Fuß in Richtung Eintracht-Tor, wo Jasmin Fejzic, von einem Bremer bedrängt, den Ball endgültig über die Linie bugsierte. Nach dem Rückstand versuchte Eintracht mehr Druck in Richtung Werder-Tor zu entwickeln. Zuerst wurde eine Ecke von Lenze gerade noch vor der Linie geklärt (25.), bevor Tim Danneberg nach Doppelpass mit Lenze an Werder-Keeper Pellatz scheiterte (26.). Ein 20-Meter-Schuss von Reichel zwang den Bremer Torhüter nur wenige Augenblicke danach zu einer Glanzparade (28.). Sehenswert dann der Ausgleich: Einen Freistoß von Deniz Dogan nahm Kingsley Onuegbu an der Strafraumgrenze an, degradierte gleich vier Bremer Abwehrspieler zu Statisten und vollendete überlegt zum 1:1.
In der zweiten Hälfte kamen die Blau-Gelben nicht mehr so gut zum Zuge. Kaum klare Möglichkeiten wurden herausgespielt, lediglich Schandas Kopfball nach Flanke von Dogan beschwor so etwas wie Torgefahr herauf. Die Bremer hingegen kamen durch Oehrl (68./Kopfball) sowie Andersen (85.) und Heider (88.) zu gefährlichen Torchancen.
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