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Trainer Torsten Lieberknecht: „Nichts ist in Stein gemeißelt“

Kassierte zwei Gegentore: Eintrachts Schlussmann Rafal Gikiewicz. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Eintracht Freitag in Bielefeld – Ausfall von Decarli, Ofosu-Ayeh und Pfitzner droht.

Von Elmar von Cramon, 18.08.2015.

Braunschweig. Nach dem 0:2 gegen RB Leipzig stehen Eintrachts Zweitliga-Fußballer unter Druck: In der Partie am Freitag bei Arminia Bielefeld sind die Blau-Gelben fast schon gezwungen, Zählbares einzufahren, um einen Fehlstart in der Liga abzuwenden. Zuletzt hatten sich die Löwen in der Fremde jedoch überzeugend präsentiert und waren sowohl in Kaiserslautern als auch im DFB-Pokal in Halle ohne Gegentor geblieben.

„Wir sind enttäuscht über die Niederlage, weil wir eine Heimmacht werden wollen“, erklärt Torsten Lieberknecht im Bezug auf die Partie gegen Leipzig, die er bis zum 0:1 auf „des Messers Schneide“ gesehen hatte: „Eine bessere Chancenverwertung hätte uns in der ersten Hälfte sicherlich geholfen. So kam Leipzig nach der Pause besser ins Spiel und wir durch einen individuellen Fehler auf die Verliererstraße. Nach dem Gegentor hätte ich mir ein größeres Aufbäumen und mehr Präsenz von meiner Mannschaft gewünscht“, so der Eintracht-Coach weiter.
Für die kommende Partie denkt der 42-Jährige nun darüber nach, wie die geringe Punktausbeute verbessert werden kann, und über personelle Veränderungen sowie eine Systemumstellung: „Nichts ist in Stein gemeißelt; vielleicht ist es eine Systemveränderung, die uns hilft, das Spiel am Freitag für uns zu entscheiden, vielleicht aber auch eine personelle Veränderung.“ Mit Saulo Decarli (Zerrung) und Phil Ofosu-Ayeh (schwere Oberschenkelprellung) drohen zwei Ausfälle von Stammkräften gegen die Bielefelder, denen Lieberknecht mit Respekt begegnet: „Das wird eine unangenehme, anspruchsvolle Aufgabe, das haben wir beim Pokalspiel vor zwei Jahren selbst erlebt.“ Als Erstligist hatte Eintracht gegen den damaligen Drittligisten auf der „Alm“ mit 1:2 den Kürzeren gezogen. Diesmal treffen beide Teams auf Augenhöhe aufeinander: „Ich bin davon überzeugt, dass wir den richtigen Dreh finden werden, und wir mit dem Druck vielleicht noch stärker sind“, gibt sich Lieberknecht kämpferisch.
Zugute kommen dürfte den Blau-Gelben, dass Emil Berggreen, Nik Omladic und Mads Hvilsom in den vergangenen Wochen weitere Spielpraxis sammeln konnten. Das Offensivtrio hatte die Vorbereitung aus verschiedenen Gründen ganz oder größtenteils verpasst, dürfte aber zunehmend für mehr Gefahr in den gegnerischen Strafräumen sorgen: „Ich gehe davon aus, dass sie sich steigern“, so Lieberknecht, der aber nicht alle Last auf den Schultern des Trios verteilen möchte: „Andere Akteure wie Salim Khelifi haben in der Vorbereitung ihre Chance genutzt, sich in den Vordergrund zu spielen“, betont der Eintracht-Trainer, der am Freitag eventuell auch auf Mark Pfitzner (Magen-Darm-Grippe) verzichten muss.
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Reichel, Correia, Baffo (Decarli) - Boland, Ofosu-Ayeh (Pfitzner) - Schönfeld, Matuschyk (Vrancic) - Hochscheidt, Khelifi (Zuck) - Berggreen (Hvilsom).
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