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Trainer Torsten Lieberknecht: „Große Willenskraft gezeigt“

Jubel zum 1:0 gegen Arminia Bielefeld: Mit dem Torschützen Ken Reichel (r.) freut sich Gerrit Holtmann. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht ringt Bielefeld nieder – Kumbela fehlt gegen Karlsruhe.

Von Elmar von Cramon, 16.02.2016.

Braunschweig. Mit dem 1:0-Erfolg gegen Arminia Bielefeld konnten Eintrachts Zweitliga-Fußballer eine gelungene Heimspielpremiere im neuen Kalenderjahr feiern. Dabei kostete es die Blau-Gelben einige Mühe, sich gegen die Ostwestfalen zu behaupten, die sich in dieser Spielzeit stets auswärts- und defensivstark präsentiert hatten.

„Wir haben große Willenskraft gezeigt und sind deshalb verdient als Sieger vom Platz gegangen“, blickt Torsten Lieberknecht auf den Erfolg gegen die Arminen zurück, den Ken Reichel mit seinem beherzten Schuss aus halblinker Position bereits nach fünf Minuten sichergestellt hatte. Die Arminen kassierten so nach dem 0:2 im Hinspiel eine weitere Niederlage gegen die Blau-Gelben, hatten in dieser Spielzeit gegen Düsseldorf und Leipzig lediglich zwei weitere Partien verloren.
Auch vor diesem Hintergrund bezeichnete der Eintracht-Coach den Erfolg als „sehr wichtig“: „Die Bielefelder haben gegen uns gezeigt, dass sie eine sehr unbequeme Truppe sind. Das war keine leichte Aufgabe – insbesondere mit der Niederlage gegen Leipzig im Rücken.“
Zudem stimmte es den 42-Jährigen zufrieden, dass seine Mannschaft die von ihm eingeforderte Reaktion auf die Niederlage in Leipzig zeigte und das hart umkämpfte Spiel für sich entschied: „Das war aus psychologischer Sicht wichtig. Nun müssen wir uns in den kommenden Spielen weiterhin stabil zeigen, zuerst am Samstag beim Karlsruher SC.“
Auch wenn sich der KSC beim 0:6 gegen Eintracht in der Hinrunde desolat präsentiert hatte, will Lieberknecht die seit fünf Partien ungeschlagenen Badener nicht an ihrem aktuellen Tabellenstand messen: „Nach der gescheiterten Relegation musste sich der Club erst wieder aufrichten.“ Der dritte Platz ist für die Blau-Gelben ebenfalls wieder in Reichweite geraten. Durch das Remis zwischen Nürnberg und Bochum beträgt der Abstand nur noch fünf Punkte, während es zum zweiten Tabellenplatz sechs Zähler sind.
Der Eintracht-Coach möchte sich bei noch 13 anstehenden Spielen aktuell nicht mit den wechselnden Szenarien beschäftigen: „Wir befinden uns in einer spannenden Tabellenregion, diese Position wollen wir halten. Wichtig ist trotzdem, sich davon frei zu machen, die Gefühlslage ständig an der aktuellen Tabellenposition auszurichten.“
Wenn die Löwen am Samstag bei den Karlsruhern antreten, könnte Kapitän Marcel Correia eventuell wieder mitwirken. „Es besteht ein bisschen Hoffnung“, gibt sich der 42-Jährige vorsichtig optimistisch. Fehlen wird Domi Kumbela, der nach seinem Zusammenstoß mit Arminia-Keeper Wolfgang Hesl in der Schlussminute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Vorwürfe bekommt der Rückkehrer von seinem Coach aber nicht: Hesl hat sich nach der Partie bei mir für die Aktion entschuldigt und mein Bild von der Situation damit zurechtgerückt.“
Statistik
Mannschaft: Gikiewicz (1,5) - Reichel (2,5), Decarli (3), Baffo (3), Ofosu-Ayeh (3) - Boland (3,5), Matuschyk (3) - Holtmann (3), Omladic (4), Khelifi (3) - Ademi (3,5).
Eingewechselt: 62. Düker (-) für Omladic; 63. Kumbela (-) für Ademi; 81. Schönfeld (-) für Holtmann.
Tor: 1:0 (5.) Reichel (Vorarbeit Holtmann).
Zuschauer: 22 235
Eckballverhältnis: 7:4
Chancenverhältnis: 4:6
Gelb-Rote Karte: Kumbela (wiederholtes Foulspiel/90.).
Rote Karte: Behrendt (Bielefeld/Notbremse/89.).
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