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Trainer Torsten Lieberknecht: „Fünf bis sechs Positionen sind fest vergeben“

Kampf um den Ball: Eintrachts Suleiman Abdullahi (l.) im Testspiel gegen Dinamo Bukarest. Foto: imagemoove

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht bereitet sich auf Rückserienstart gegen Würzburg vor.

Von Elmar von Cramon, 24.01.2017.

Braunschweig. Wohlbehalten trafen Eintrachts Zweitliga-Fußballer nach dem Trainingslageraufenthalt in Spanien wieder in Braunschweig ein und bereiten sich auf den Start in die Rückrunde gegen Kickers Würzburg am kommenden Wochenende vor.

„Ich bin sehr zufrieden, wie alles verlaufen ist. Wir wollen alle Spieler gleich belastet auf den Punktspielstart vorbereiten und haben keine Verletzten zu beklagen“, zog Torsten Lieberknecht eine positive Bilanz des Spanien-Aufenthalts, der am vergangenen Sonntag zu Ende war.
Zuvor hatten die Löwen im Testspiel gegen Dinamo Bukarest eine 0:1-Niederlage hinnehmen müssen. Trotz einer guten Leistung gerieten die Blau-Gelben kurz vor Schluss noch auf die Verliererstraße, nachdem ein angebliches Schubsen von Gustav Valsvik mit einem Strafstoß geahndet worden war (87.), den Antun Palic sicher verwandelte. „Auch Bukarest war vom Elfmeterpfiff offensichtlich überrascht“, nahm Lieberknecht die fragwürdige Schiedsrichterentscheidung mit Humor; auch weil er ansonsten mit seiner Mannschaft zufrieden war: „Ergebnisse sind in der Vorbereitung immer schwierig einzuordnen. Mir geht es darum, ob ich bei meinen Jungs den Siegeswillen erkennen kann, was eindeutig der Fall war.“ Daneben brachte das Spiel wichtige taktische Erkenntnisse, speziell vor dem Hintergrund, dass alle vier Testspielgegner der Vorbereitung unterschiedliche Spielsysteme verkörpert hatten: „Das lässt uns als Trainerteam unabhängig vom Ergebnis unsere Schlüsse ziehen.“
Da es auch weiterhin keine Verletzten zu verzeichnen gibt, steht die aktuelle Trainingswoche ganz im Zeichen des Konkurrenzkampfes. Während der 43-Jährige „fünf bis sechs Positionen“ fest vergeben hat, herrscht um die restlichen Startplätze ein enger Kampf. Zu Beginn der Woche erinnerte der Coach seine Spieler deshalb daran, dass es angesichts der Konkurrenzsituation nicht schaden könne, „eine Schippe draufzulegen“, um gegen Würzburg in der Startelf zu stehen.
Dort hatten die Löwen Mitte August bereits im DFB-Pokal gespielt und den Platz nach einem 0:1 in der Verlängerung als Verlierer verlassen. „Das Pokalspiel war eine enge Begegnung, von Taktik und Leidenschaft geprägt. Das wird am kommenden Wochenende ebenfalls eine große Rolle spielen“, weiß Lieberknecht. Während er bei den Unterfranken zwar nach wie vor die „Leichtigkeit des Aufsteigers“ sieht, landen die Kickers bei ihm nicht mehr in der Kategorie „Underdogs“, sondern als ernsthafte Aspiranten auf den zweiten Durchmarsch hintereinander: „Sie spielen eine Supersaison, für mich ist nicht überraschend, dass sie sich lieber mit dem Image eines Underdogs sehen, um den Druck nicht zu groß werden zu lassen.“ FWK-Trainer Bernd Hollerbach hatte unlängst verlauten lassen, dass der Klassenerhalt am Ende der Spielzeit für ihn eine fast größere Sensation als der Zweitligaaufstieg sei. „Das ist im Moment legitim, die Würzburger wissen aber auch, dass sie im Falle eines Sieges wieder vorn mit dabei sind. Wir werden dort in jedem Fall in allen Bereichen gefordert“, erkennt Lieberknecht den Griff in die psychologische Trickkiste seines Trainerkollegen.
Eintracht gegen Bukarest: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Sauer - Hernandez (46. Hochscheidt), Boland, Moll, Khelifi - Biada, Abdullahi (75. Tietz).
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