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Trainer Torsten Lieberknecht: „Es wird eine Herausforderung“

Hat den Ball ganz fest im Blick: Eintrachts Nik Omladic. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht vor Saisonfinale mit Personalproblemen – Kijewski verlängert bis 2018.

Von Elmar von Cramon, 13.05.2016.

Braunschweig. Zum letzten Heimspiel der aktuellen Saison empfangen Eintrachts Zweitliga-Fußballer am Sonntag die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf (Anstoß 15.30 Uhr).
Die Rheinländer, denen theoretisch noch der Abstieg droht, werden von mehr als 2000 Fans nach Braunschweig begleitet, auch für den Heimbereich sind nur noch wenige Restkarten verfügbar.

Vor der Partie werden die langjährigen Eintracht-Profis Marc Pfitzner und Damir Vrancic verabschiedet, die künftig nicht mehr im Zweitligateam stehen werden.
„Nicht nur die Düsseldorfer, sondern auch wir haben natürlich Motivationsgründe, das Spiel zu gewinnen“, erklärt Torsten Lieberknecht vor dem Saisonfinale. Im Erfolgsfall können sich die Löwen noch am VfL Bochum vorbei auf den fünften Tabellenplatz manövrieren. Die Bochumer müssten hierzu allerdings in Heidenheim verlieren. Darüber hinaus müssen die Löwen den 1. FC Kaiserslautern in der Tabelle hinter sich lassen, um sich bei der Verteilung der Fernsehgelder zu verbessern. Nicht zuletzt möchte Eintracht aber auch Revanche für die unglückliche 0:1-Niederlage im Hinspiel nehmen.
„Eigentlich sind sie durch“ rechnet der Eintracht-Coach nicht damit, dass die Konkurrenten der Düsseldorfer ihr extrem schlechtes Torverhältnis aufholen und das Unternehmen Klassenerhalt noch gefährden. Generell zählt er die Funkel-Truppe zu den besseren Teams der Liga: „Tabellenplatzunabhängig ist Fortuna eine absolute Topmannschaft in der zweiten Liga, gespickt mit Erstliga-Spielern.“
Wie schon in den vergangenen Begegnungen muss sich der Eintracht-Coach um die Besetzung der Abwehr Gedanken machen: Mit Marcel Correia, Joseph Baffo, Phil Ofosu-Ayeh und dem gesperrten Saulo Decarli fallen vier Abwehrspieler aus. Auch hinter Max Sauer steht ein Fragezeichen, sodass mit Ken Reichel wohl nur ein einziger gelernter Verteidiger im Abwehrverbund auflaufen wird. „Alle etatmäßigen Innenverteidiger fallen aus. Es wird eine Herausforderung, vielleicht stellen wir das System um“, so Lieberknecht.
Wahrscheinlich mitwirken kann hingegen Domi Kumbela, auch beim scheidenden Damir Vrancic stehen die Chancen auf einen letzten Auftritt vor heimischem Publikum nicht schlecht. Dafür droht allerdings Mirko Boland auszufallen, der im Training umgeknickt ist und über Sprunggelenksbeschwerden klagt.
Auf jeden Fall im Kader stehen wird U23-Akteur Omar Castro, der die vergangenen beiden Wochen im Profikader trainiert hatte. Für Jasmin Fejzic kehrt Rafal Gikiewicz in den blau-gelben Kasten zurück.
Für emotionale Momente dürfte der letzte Auftritt von Damir Vrancic und Marc Pfitzner sorgen: Die beiden langjährigen Eintracht-Profis werden eine Viertelstunde vor Spielbeginn verabschiedet, auch wenn es für Letzteren wahrscheinlich in blau-gelb weitergeht: Marc Arnold ließ unterdessen durchblicken, dass der 31-Jährige das Angebot, künftig in der U23 der Löwen aufzulaufen, annehmen wird: „Wir sind zuversichtlich, dass es in die Richtung geht, dass er Eintracht erhalten bleibt.“
Ebenfalls erhalten bleibt den Blau-Gelben Nico Kijewski: Der 20-Jährige verlängerte unter der Woche seinen zum Saisonende auslaufenden Kontrakt um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2018.
So könnten sie spielen : Gikiewicz - Kijewski, Reichel, Hochscheidt - Boland (Zuck), Vrancic, Pfitzner, Omladic - Holtmann, Ademi (Tietz), Khelifi.
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