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Trainer Lieberknecht lobt Torhüter Davari

Schoss den Ehrentreffer für Eintracht: Kevin Kratz erzielte das 1:2 in Dortmund. Foto: Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Kevin Kratz schießt Ehrentreffer für Eintracht.

Von Elmar von Cramon, 21.08.2013

Braunschweig. Ein Mix der Emotionen herrschte nach der Auswärtspremiere von Eintrachts Bundesligateam gegen den Championsleague-Finalisten Borussia Dortmund vor.

Zwar heimsten die Löwen wie schon gegen Werder Bremen eine Menge Respekt für ihre gute Mannschaftsleistung und taktische Disziplin ein, fuhren aber mit 1:2 knapp unterlegen zurück.
Den nun folgenden Spielen könnte in der Tabelle richtungsweisender Charakter zukommen. Der kommende Heimgegner Frankfurt als auch der nächste Auswärtskontrahent HSV stehen nach schlechtem Saisonstart gegen die Löwen mächtig unter Druck. Fahren die mit hohen Ansprüchen gestarteten Traditionsteams gegen Eintracht keine Punkte ein, dürfte es an Main und Elbe unruhig werden.
„Definitiv haben wir gemischte Gefühle, denn vieles, was wir vorhatten, ist trotz der Niederlage aufgegangen. Die äußeren Einflüsse waren für meine Spieler eine neue Dimension, wir müssen die positiven Dinge in den Mixer werfen und eine gute Mischung für die nächste Partie finden“, so das Statement von Torsten Lieberknecht nach der Spielanalyse.
75 Minuten hatten die Blau-Gelben dem Champions-League-Finalisten vor der bombastischen Kulisse von mehr als 80 000 Zuschauern das Leben schwergemacht, bevor Jonas Hofmann doch noch die Lücke im Defensivverbund der Braunschweiger fand. Kurz vor dem Abpfiff nutzte Marco Reus die Gelegenheit, per Strafstoß für die endgültige Vorentscheidung zu sorgen. Immerhin durften die Blau-Gelben noch das erste Bundesligator bejubeln, das Kevin Kratz nach Ecke von Mirko Boland markierte. Die Gegentreffer ärgerten Lieberknecht: „Das waren zwei Ballverluste bei wenig Druck, das darf uns gegen keinen Gegner passieren.“
Voll des Lobes war Lieberknecht vor allem für Keeper Daniel Davari: Der Bundesliga-Debütant hatte im Dortmunder Hexenkessel eine tolle Leistung abgerufen und mehrfach eine Führung verhindert. Der iranische Nationalspieler, der in der Vorsaison oft harsche Kritik einstecken musste, bestätige Lieberknecht für seine ungewöhnliche Torwartrotation: „Ich wusste, dass Daniel die mentalen Voraussetzungen mitbringt, um vor dieser Kulisse zu bestehen. Er hat das hervorragend gemacht, obwohl die vergangenen Monate nicht einfach für ihn gewesen sind.“
Für die Heimaufgabe gegen Frankfurt deutet sich zudem an, dass der lange verletzte Domi Kumbela zumindest auf der Bank Platz nehmen wird. Intensive Einheiten sorgten für einen „Push“ (Lieberknecht), so dass sich der Trainingsrückstand des Torjägers weiter verringert hat: „Er ist zumindest nahe dran“, erklärt Lieberknecht, der die Eindrücke der Trainingswoche abwarten will. Offen ist das Mitwirken von Deniz Dogan, der nach seiner Steißbeinprellung wieder Übungseinheiten bestreitet, auch für Jonas Erwig-Drüppel (Zerrung) könnte es reichen. Ausfallen werden Gianluca Korte, der sich im Spiel der zweiten Mannschaft eine Zerrung zugezogen hat sowie Matthias Henn (Risswunde am Knie).
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