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Trainer Lieberknecht: „Antennen ausfahren und punkten“

Zweikampf im Hinspiel: Eintrachts Salim Khelifi (l.) gegen Christopher Trimmel (Union). Foto: SH

Fußball: Eintracht am Freitag bei Union Berlin – Ofosu-Ayeh mit Achillessehnenproblemen.

Von Elmar von Cramon, 15.03.2016.

Braunschweig. Zum zweiten Mal hintereinander müssen Eintrachts Zweitliga-Fußballer am Freitag um 18.30 Uhr auswärts ran. Gegner ist diesmal Union Berlin, als Tabellenzehnter zwei Punkte hinter den Blau-Gelben platziert. Die Löwen warten seit fünf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn und wollen die „Eisernen“ keinesfalls an sich vorbeiziehen lassen. Doch auch die Hauptstädter starteten nur durchschnittlich ins neue Jahr und verloren am vergangenen Wochenende mit 1:2 bei Schlusslicht Duisburg.

„Man hat gesehen, dass wir in der Herangehensweise richtig lagen, allerdings trotz optischer Überlegenheit nicht mehr als gute Ansätze hinbekommen haben. Nach gutem Beginn in der zweiten Halbzeit war das zweite Gegentor der Genickbruch für uns“, analysiert Torsten Lieberknecht das 0:3 in Fürth vom vergangenen Wochenende. Ärgerlich findet der 42-Jährige vor allem, dass die Zuordnung bei den Gegentreffern nicht passte: „Das abzusprechen ist auf dem Feld Sache der Spieler und hat mit schneller Kommunikation zu tun. Sie müssen die Dinge einschätzen können und dürfen nicht sorg- oder verantwortungslos agieren. Kriegen wir das nicht in den Griff, bringen wir uns wie in Fürth um den verdienten Lohn.“
Nachdem der Zug nach oben bereits in der Vorwoche abgefahren war, fordert Lieberknecht nun von seiner Mannschaft, schnellstens die noch fehlenden Punkte zum Klassenerhalt einzusammeln: „Es gilt jetzt, diese Antennen auszufahren und zu punkten, denn mit 35 Zählern wird man die Klasse wahrscheinlich nicht halten.“ Angesichts von fünf sieglosen Spielen hat er durchaus Verständnis für „Frustrationspotenzial“ bei den Fans, wirbt aber gleichzeitig dafür, die Gesamtsituation zu würdigen: „Wir haben in der englischen Woche kurz hintereinander dreimal nicht gewonnen und so die Chance, nach der Winterpause noch mal oben ranzukommen, liegengelassen. Allerdings sollte man auch das bislang Erreichte betrachten: Trotz eines Riesenumbruchs haben wir viele junge Spieler integriert und sind im DFB-Pokal ziemlich weit gekommen.“
Für die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben fordert er „wie bisher volle Konzentration im Training“ und würde sich von seinen Spielern in der Offensive ab und zu mehr Risikobereitschaft wünschen: „Landet eine Flanke im Aus, ist mir das immer noch lieber, als wenn sie vom Gegner abgefangen wird.“
Für die Aufgabe bei Union gilt jedoch erst mal, dass hinten die „Null“ stehen soll: „Es wird wichtig sein, Gegentore wie vergangenen Freitag zu vermeiden.“ Dem Gegner bescheinigt er „vor allem in der Offensive ein großes Potenzial“ und bedauert, dass die Eisernen erneut den Trainer wechseln mussten: „Ich schätze Sascha Lewandowski als Kollegen sehr und finde es schade, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weitermachen konnte.“
Neben Marcel Correia (Bänder- und Syndesmosebandriss) droht auch Phil Ofosu-Ayeh auszufallen, der in Fürth wegen Achillessehnenproblemen früh ausgewechselt werden musste. Wieder anbieten können sich Patrick Schönfeld und Hendrick Zuck, die in Fürth unberücksichtigt blieben, nachdem sie sich in Sachen Ernährung aus Sicht ihres Trainers nicht professionell genug auf das Spiel vorbereitet hatten.
So könnten sie spielen : Gikiewicz - Reichel, Baffo, Decarli, Sauer - Boland, Schönfeld, Matuschyk (Omladic), Khelifi - Kumbela, Tietz.
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