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Trainer fordert Vertrauen in sein Team

Will mit seinem Team in Sandhausen punkten: Eintrachts Suleiman Abdullahi. Foto: Hübner

Fußball: Eintracht spielt in Sandhausen – Lieberknecht: „Sind wieder in der Rolle des Jägers“.

Von Elmar von Cramon, 21.02.2017.

Braunschweig. Zum dritten Mal in Folge müssen Eintrachts Zweitliga-Fußballer an einem Freitag antreten und eröffnen den 22. Spieltag ab 18.30 Uhr beim SV Sandhausen. Nach dem 1:1 gegen Aue rutschten die Löwen erstmals seit dem zweiten Spieltag aus der Aufstiegszone. Dorthin will Torsten Lieberknecht nach gründlicher Analyse der momentanen Durststrecke zurückkehren, auch wenn es bislang noch nicht zu einem dreifachen Punktgewinn in 2017 gereicht hat.

„Uns fehlt dieser verdammte Sieg“, stellt Torsten Lieberknecht vor dem Gastspiel beim Tabellensiebten klar. In der fünften Partie der Rückrunde wollen die Löwen am Hardtwald den Bock umstoßen, um wieder in die Aufstiegsränge zurückzukehren. Dass nach dem 1:1 gegen Aue auch bei vielen Fans Enttäuschung vorherrschte, kann Torsten Lieberknecht gut verstehen: „Das ist nachvollziehbar, ich hätte auch gerne gewonnen und bin enttäuscht.“ Dem Vorwurf, seine Mannschaft habe sich nach der frühen Führung gegen Aue zu passiv präsentiert, trat er allerdings entgegen: „Wir sind nach der Führung nicht passiv geworden, sondern haben wie in Nürnberg zu viele Bälle verloren, dadurch bringt man den Gegner in Kontersituationen. In der zweiten Halbzeit haben wir zwischen der 60. und 80. Minute die beste Phase gehabt, unsere Chancen aber nicht genutzt. Auch das Gegentor war vermeidbar. Arbeiten wir vorher im Strafraum Mann gegen Mann, kommt der Gegner gar nicht erst zum Schuss und zur Elfmetersituation.“
Zur Beurteilung der momentanen Lage möchte er die gesamte Spielzeit einbezogen wissen: „Wer uns nach der Herbstmeisterschaft gefeiert hat, ist ein Vollträumer, so einfach ist die Liga nicht. Wir haben die Spiele in der Hinrunde nicht überbewertet, sondern sachlich und nüchtern analysiert. Das tun wir auch weiterhin, ohne die Analyse zu dramatisieren.“ Dementsprechend fordert er wegen der vielen noch ausstehenden Spiele Geduld: „Zu einer langen Saison gehört auch, mal eine gefühlte Durststrecke zu haben. Wir sind jetzt wieder in der Rolle des Jägers, befinden uns aber nach wie vor im Aufstiegsrennen. Es sind noch 13 Spiele, in denen sehr viel in alle Richtungen passieren kann.“
Für die noch ausstehenden Partien fordert er deshalb auch die „Enttäuschten“ auf, die Blau-Gelben zu unterstützen: „Ich würde mich freuen, wenn sie trotz ihrer Enttäuschung mithelfen, so wie es die Kurve gegen Aue getan hat. Totales Vertrauen in die Mannschaft ist wichtig, wir machen eine schwächere Phase durch, die es uns trotzdem noch erlaubt, im Aufstiegskampf dabei zu sein.“
Für den Gegner ist der Eintracht-Coach trotz der jüngsten zwei Niederlagen voll des Lobes: „Sandhausen spielt trotz der Niederlagen gegen Stuttgart und Kaiserslautern eine Supersaison und hat das mit Auftritten wie dem 3:0 in Düsseldorf unterstrichen.“ Bislang war das Stadion am Hardtwald stets ein gutes Pflaster für die Löwen: Nach einem Remis in der Drittliga-Premierensaison 2008/09 gewann Eintracht alle vier Begegnungen gegen den SVS.
Wahrscheinlich ausfallen wird Patrick Schönfeld, den immer noch Probleme im Oberschenkel plagen. So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik (Baffo), Decarli, Ofosu-Ayeh - Correia (Boland), Moll - Hernandez, Khelifi (Hochscheidt) - Kumbela, Nyman (Abdullahi).
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